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Erfolgreichstes Jahr seit der Gründung

Kassel, 18. Mai 2011. Zum zweiten Mal in Folge hat die Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) 2010 ein positives Ergebnis erzielt. Mit 4,83 Mio. Euro konnte der Gewinn gegenüber dem Vorjahr verdreifacht werden, der Umsatz stieg um fast fünf Prozent. Den Beschäftigten wird auch für 2010 der Großteil des einbehaltenen Gehalts zurückgezahlt, insgesamt 7,75 Mio. Euro.

2010 war für die Gesundheit Nordhessen das bisher erfolgreichste Jahr seit ihrer Gründung, was nach Angaben des GNH-Vorstandsvorsitzenden Dr. Gerhard M. Sontheimer zum größten Teil aus einer Leistungssteigerung der sechs GNH-Krankenhäuser resultiert. Die Kliniken erzielen fast 95 Prozent des Umsatzes der Gesundheit Nordhessen, der 2010 bei 304,93 Mio. Euro lag (2009: 290,66 Mio). Die Leistungssteigerung ergibt sich durch eine höhere Fallschwere (ein Maß für die Komplexität der Erkrankung) und durch steigende Patientenzahlen. So behandelten die Ärzte und Pflegekräfte  68.455 stationäre Patientinnen und Patienten (2009: 67.675). Ihr Ergebnis verbesserte die Gesundheit Nordhessen auf 4,83 Mio Euro (2009: 1,61 Mio., 2008: -2,3 Mio. Euro). Die Liquidität ist gegenüber dem Vorjahr um 14,37 Mio. auf 73,77 Mio. Euro gestiegen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 2,69 Mio. Euro.

Alle Kliniken der Gesundheit Nordhessen haben davon profitiert, dass gemäß den Vorgaben des Gesetzgebers 2010 das erste (und vermutlich auf längere Sicht einzige) Jahr war, in dem Leistungssteigerungen in den Krankenhausbudgets ohne Deckelung vereinbart werden konnten. So erzielte das Krankenhaussegment (vor Steuern) insgesamt ein Ergebnis von 4,9 Mio Euro (2009: 2,6 Mio Euro). Die Klinikum Kassel GmbH inklusive Kinderkrankenhaus Park Schönfeld und Zentrum für medizinische Versorgung erwirtschaftete einen Überschuss von 5 Mio. Euro (2009: 2,25 Mio.). Im Klinikum war das Jahr geprägt von der Eröffnung der Diagnostikzentrums mit der Zentralen Notaufnahme, der Inbetriebnahme der beiden darüber liegenden Stationsebenen und der Bildung von zwei neuen Kliniken (Thoraxchirurgie, Lungen- und Bronchialmedizin).

Die Krankenhaus Bad Arolsen GmbH kam auf einen Fehlbetrag von 232.900 Euro (2009 Überschuss 210.000 Euro), der aus langfristigen Personalausfällen und Schwierigkeiten mit der Nachbesetzung speziell im ärztlichen Dienst resultiert. Die Kreiskliniken Kassel GmbH schließt mit einem Verlust von 347.400 Euro ab (2009: Überschuss 167.100 Euro). Zukünftig werden nach Ansicht des GNH-Vorstandsvorsitzenden Sontheimer insbesondere die kleineren Krankenhäuser außerhalb der Ballungszentren von abnehmenden Fallzahlen bedroht sein, da sich bei ihnen die Effekte der Verweildauerreduktion, der Mindestmengenregelungen und der Verschiebung von Leistungen in die ambulante Versorgung besonders stark auswirken werden. Gleichzeitig verstärkten sich die Personalgewinnungsprobleme in den ländlichen Regionen. „Wir werden daher weiter daran arbeiten, das medizinische Profil zu schärfen, spezielle Leistungen anzubieten und planen darüber hinaus für Wolfhagen und Hofgeismar mittelfristig Neubauten.“

Durch steigende Kosten bei nur gering steigenden Erlösen schließt die Seniorenwohnanlagen Kassel GmbH mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 157.200 Euro (2009: 154.400 Euro) ab. Um die Zukunft der SWA zu sichern, ist für das Pflegeheim der SWA Fasanenhof eine Sanierung und Erweiterung beabsichtigt, die Entscheidung soll 2011 fallen.

In der ambulanten Rehabilitation reduzierte sich der Fehlbetrag auf 180.700 Euro (2009: 275.300 Euro). Bei der internen Verrechnung zwischen Klinikum und Reha-Zentrum gelten künftig Marktpreise, so dass künftig ein ausgeglichenes Ergebnis für das Reha-Zentrum möglich ist.

Die Servicegesellschaft ökomed GmbH (Speisenversorgung, Reinigung, Logistik) konnte ihren Fehlbetrag weiter vermindern auf jetzt 469.600 Euro (2009: 1,03 Mio).

Dank des guten wirtschaftlichen Ergebnisses erhalten die nicht-ärztlichen und außertariflich Beschäftigten der Gesundheit Nordhessen zum vierten Mal in Folge den Großteil des einbehaltenen Geldes zurück. Sie verzichten – wie im Besonderen Tarifvertrag zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit festgelegt - in den Jahren 2007 bis 2015 auf einen Teil ihrer Vergütung, im Gegenzug sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen und ein Verbleib in kommunaler Trägerschaft gesichert. Für 2010 erhalten die Beschäftigten im Durchschnitt den vom Lohn und Gehalt abgezogenen Beitrag komplett zurückgezahlt, insgesamt 7,75 Mio. Euro. Die Höhe der Rückzahlung variiert in den einzelnen Gesellschaften, weil bei der Berechnung deren jeweiliges Ergebnis einfließt.

Bedingt durch die Leistungsausweitung und das Pflegeförderprogramm der Bundesregierung erhöhte sich die Zahl der Vollzeitstellen um 111 auf 3123 im Jahresdurchschnitt. Diese verteilen sich auf 4737 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einschließlich rund 360 Auszubildenden.

Um weiter medizinische Versorgung in bestmöglicher Qualität bieten zu können, nehmen Personal- und Führungskräfteentwicklung sowie die Qualifizierung der Beschäftigten weiterhin breiten Raum ein. Beispielsweise wird das Fortbildungsangebot kontinuierlich ausgebaut, 2010 besuchten 2950 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die hausinternen Veranstaltungen (2009: 2158). Die Gewinnung von qualifizierten Ärztinnen und Ärzten blieb ein Schwerpunkt der Personalarbeit. Auch für die Pflege wird bundesweit ein Fachkräftemangel prognostiziert. Um dagegen gewappnet zu sein, wurden neue Berufsgruppen wie Stationssekretärinnen und Stationsservicekräfte etabliert. Die Gesundheit Nordhessen arbeitet zudem seit Jahren an einer familienbewussten Unternehmenskultur, was 2010 mit der erfolgreichen Zertifizierung im Rahmen des „audit beruf und familie“ für das Klinikum Kassel gewürdigt wurde.

Zum Abbau des Investitionsstaus im Bereich der Elektromedizintechnik hat die Gesundheit Nordhessen 2010 eine innovative und bundesweit beachtete Industriepartnerschaft mit Dräger (Lübeck) geschlossen. Der Vertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem Auftragsvolumen von 60 Mio. Euro beinhaltet die systematische Erneuerung der 10.000 elektromedizinischen Geräte, deren Instandhaltung und Wartung sowie die kontinuierliche Bereitstellung von gerätenahen Verbrauchsmaterialien. „Dräger sichert damit den reibungslosen Betrieb unserer elektromedizinischen Geräte und wir verfügen über einen Gerätepark auf dem aktuellen Stand der  Technik“, so Sontheimer. Bereits seit 2008 besteht eine Technologiepartnerschaft mit GE Healthcare für radiologische Geräte, in deren Rahmen das neue Diagnostikzentrum des Klinikums ausgestattet wurde. Dadurch steht der Bevölkerung in Nordhessen am Klinikum Kassel die modernste bildgebende Medizintechnik der Region zur Verfügung, einschließlich eines PET/CT, einer Kombination aus Positronen-Emissions-Tomograph (PET) und Computertomograph (CT).

Im laufenden Jahr wird die finanzielle Situation für die Gesundheit Nordhessen wesentlich angespannter sein. Insbesondere die vorübergehende Schließung der Zentralsterilisation im Klinikum Kassel Anfang Februar wird das Ergebnis mit mehreren Millionen Euro belasten. Aktuell bezifferte Sontheimer den Schaden mit 5,4 Mio Euro - für die vorsorglich im Interesse der Patientensicherheit erfolgte Aufbereitung der Instrumente sowie die Einnahmeausfälle. Die Analyse der Verfärbungen durch die Hersteller hatte ergeben, dass es sich fast ausnahmslos um Silikatablagerungen handelte, von denen keine Patientengefährdung ausgehe.

Der Bau des neuen Frauen-, Mutter-, Kindzentrums am Klinikum liegt im Zeit- und Kostenplan und soll Ende des Jahres abgeschlossen werden. Möglichst nahtlos soll sich der Bau des neuen Empfangsgebäudes anschließen. Vorangetrieben werden in diesem Jahr zudem die Planungen für Neubauten/Sanieren in den kleineren Krankenhäuser und den Seniorenwohnanlagen.

 
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