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Medizinische Qualität transparent machen 

Kassel, 9. Mai 2011. Die Gesundheit Nordhessen (GNH) veröffentlicht am heutigen Montag die Qualitätsergebnisse 2010 ihrer Kliniken im Internet, die im Rahmen der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) erhoben wurden. Daran lässt sich ablesen, wie erfolgreich die einzelnen GNH-Kliniken Patientinnen und Patienten bei wichtigen Krankheiten behandeln. Die Ergebnisse stammen aus der Datenauswertung von 132 Kliniken in Deutschland und der Schweiz, die der Initiative angehören. Insgesamt umfasst der IQM-Indikatorensatz 183 Qualitätskennzahlen für 48 relevante Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren.

Für die Qualitätsmessung werden Routinedaten herangezogen, die im Klinikalltag ohnehin für die Abrechnung von Leistungen erhoben werden. Somit entsteht kein zusätzlicher Aufwand, die Daten sind manipulationssicher. Verglichen werden Parameter für bestimmte Erkrankungen beispielsweise die Zahl der behandelten Patienten und die Zahl der Todesfälle während des stationären Aufenthaltes. Sie werden für jedes beteiligte Krankenhaus mit dem Durchschnittswert aller IQM-Kliniken verglichen sowie mit Erwartungswerten, die  unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht des Patienten bundesweit zu erwarten sind.

Den Ursachen für Abweichungen gehen die GNH-Kliniken und alle an der Initiative Qualitätsmedizin beteiligten Krankenhäuser mit Hilfe des Peer Review-Verfahrens auf den Grund. Dabei setzen sich die verantwortlichen Klinikdirektoren mit chefärztlichen Kollegen (Peer Reviewern) aus anderen IQM-Kliniken zusammen, um gemeinsam kritische Patientenfälle auf mögliche Fehler in Abläufen und Strukturen zu analysieren. So werden einerseits Chefärzte anderer IQM-Krankenhäuser ein Peer Review bei der GNH durchführen. Andererseits werden Chefärzte der GNH andere IQM-Krankenhäuser besuchen. Dieses Verfahren hat die Bundesärztekammer von Anfang an begleitet und inzwischen ein Fortbildungscurriculum „Ärztliches Peer Review“ eingeführt.

Die Daten für die GNH-Kliniken sind unter folgenden Adressen zu finden:

Klinikum Kassel

Krankenhaus Bad Arolsen

Kreisklinik Helmarshausen

Kreisklinik Hofgeismar

Kreisklinik Wolfhagen

 

Die Initiative Qualitätsmedizin (IQM)
Führende Krankenhausträger haben sich 2008 zur „Initiative Qualitätsmedizin“ (IQM) zusammen geschlossen. Die trägerübergreifende Initiative mit Sitz in Berlin ist offen für alle Krankenhäuser aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Vorhandenes Verbesserungspotenzial in der Medizin sichtbar zu machen und zum Wohle der Patienten durch aktives Fehlermanagement zu heben, ist das Ziel von IQM. Dafür stellt IQM den medizinischen Fachexperten aus den teilnehmenden Krankenhäusern innovative und anwenderfreundliche Instrumente zur Verfügung. Die Mitglieder der Initiative verpflichten sich drei Grundsätze anzuwenden: Qualitätsmessung mit Routinedaten, Veröffentlichung der Ergebnisse und die Durchführung von Peer Review Verfahren. In derzeit 132 Krankenhäusern aus Deutschland und der Schweiz versorgen die IQM-Mitglieder jährlich rund 2,25 Mio. Patienten stationär. In Deutschland liegt ihr Anteil an der stationären Versorgung bei über 11%.


 
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