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Der "dicke Bauch" war gestern

Kassel, 6. Mai 2011. Viele Menschen mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, die Prof. Dr. Frank Schuppert, Direktor der Medizinischen Klinik I im Klinikum Kassel, und seine ärztlichen Kollegen behandeln, sind körperlich sehr geschwächt. „Unsere Patienten werden immer älter und leiden zum Teil unter verschiedenen Vorerkrankungen. Es ist daher notwendig, sie möglichst schonend endoskopisch zu untersuchen“, sagt der Chefarzt.  Daher nutzt die Medizinische Klinik I seit diesem Jahr in allen fünf Untersuchungsräumen eine innovative Technik, die Kohlendioxid anstelle von Raumluft bei Spiegelungen einsetzt.

Wir verwenden heute standardmäßig die CO2-Insufflation. Das bedeutet beispielsweise für die Darmspiegelung, dass man den Darm nicht mit Raumluft, sondern mit Kohlendioxid füllt und dadurch dehnt. Das ist für die Patienten deutlich angenehmer“, sagt Prof. Dr. Frank Schuppert. Das Kohlendioxid wird bis zu 150mal schneller von der Darmwand aufgenommen als normale Raumluft. Der Patient atmet es einfach wieder ab. „Die Patienten wachen auf und sagen ‚Ich habe gar keinen dicken Bauch‘“, beschreibt der Gastroenterologe eine übliche Rückmeldung. Das Ausbleiben des unangenehmen Blähgefühls ist einer der wichtigsten Vorteile der CO2-Insufflation.

Prof. Schuppert berichtet darüber hinaus, dass die Methode bei Patienten mit Divertikeln, also kleinen Ausstülpungen der Darmwand, die Gefahr einer Darmperforation senkt. Gerade im hö-heren Alter häufen sich Divertikel im Dickdarm, die in Einzelfällen durch die aufgestaute Luft überdehnt werden können. Durch den Einsatz des schonenden Kohlendioxids kommt diese Komplikation seltener vor. Weitere Vorteile sieht der Arzt darin, dass weniger Narkosemittel notwendig seien und der Patient daher schneller wieder wach ist. Das spielt eine Rolle bei länger dauernden Untersuchungen wie einer Gallengangsspiegelung („ERCP“) mit Stenteinlage oder einer Dünndarmspiegelung.
 „Aufgrund dieser vielfältigen Vorteile haben wir uns dazu entschlossen, die CO2-Insufflation standardmäßig bei allen stationären Patienten einzusetzen“, sagt Prof. Schuppert.

 
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