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Hirntumore bei Kindern

Hirntumore können bei Kindern in jedem Alter und an jeder Lokalisation auftreten.
Es handelt sich um die zweithäufigste Tumorgruppe im Kindesalter.
Hirneigene Tumore können vom gutartigen pilozytischen Astrozytom über Gliome unterschiedlicher Wertigkeit bis zum malignen Gliom im Hirnstamm, Mittelhirn, Kleinhirn und Großhirn variieren.

Andere Tumore sind z. B. embryonale Tumore (Medulloblastom , der häufigste maligne Hirntumor bei Kindern, PNET), Keimzelltumore, Ependymome und das Craniopharyngeom.
Unterschiede zu den Tumoren der Erwachsenen gibt es allerdings in der vorherrschenden Histopathologie und auch der bevorzugten Lokalisation. Auch das peri- und postoperative Vorgehen sowie die Nachbehandlung sind aufgrund des noch wachsenden nicht ausgereiften Gehirns anders als beim Erwachsenen.
Im Klinikum Kassel verfügen wir über eine spezielle Abteilung für pädiatrische Onkologie, eine Abteilung für Neuropädiatrie, eine spezielle Kinderintensivstation und Kinderanästhesie, mit denen wir eng zusammenarbeiten, um die Patienten optimal zu versorgen.

Zur Diagnostik stehen alle Untersuchungsmethoden sowie eine auf kindliche neuroradiologische Fragestellungen spezialisierte Kollegin der Abt. für Neuroradiologie zur Verfügung.
Die Symptomatik kann sehr unterschiedlich sein und von akuten Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Krampfanfällen über Lähmungen, Schluck- und Atemstörungen, bis zu verschiedensten Formen der Bewußtseinsstörung reichen. Häufig sind auch langsam auftretende Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Sehverschlechterungen, oder Verhaltensänderungen vorhanden, die manchmal vom Kind oder den Personen des Umfeldes gar nicht oder erst sehr spät bemerkt werden.

Die meisten Tumore können abhängig von Größe und Lokalisation operativ entfernt werden, nicht immer gelingt dies allerdings vollständig.
Wenn der Tumor aufgrund der Lage nur unter Schädigung von Hirnfunktionen erreichbar ist, besteht die Möglichkeit, eine stereotaktische Biopsie zur Gewebesicherung durchzuführen.
Die Nachbehandlung richtet sich nach der histopathologischen Diagnose, der genaue Ablauf der Behandlung wird bereits im Vorfeld bei Diagnosestellung interdisziplinär festgelegt.

Die Nachbehandlung umfasst u.a. die Strahlentherapie und die Chemotherapie und wird durch die Abteilung für pädiatrische Onkologie veranlasst bzw. durchgeführt.

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