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Kooperation mit Briloner Krankenhaus

Kassel/Brilon, 13. Juli 2010. Das städtische Krankenhaus Maria-Hilf Brilon und das Klinikum Kassel wollen künftig zusammenarbeiten und damit eine weitere Verbesserung der Patientenversorgung erreichen. Vertreter beider Einrichtungen haben heute eine Vereinbarung unterzeichnet, in der die einzelnen Punkte der Kooperation festgelegt sind. Das Städtische Krankenhaus Maria-Hilf erweitert durch die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus der Maximalversorgung insbesondere sein Leistungsspektrum bei der Versorgung von Krebspatienten sowie Patienten mit neurologischen Erkrankungen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dank der Kooperation mit dem Klinikum Kassel unser Angebot mit kompetenter Hilfe ausbauen können“, so der Geschäftsführer des Städtischen Krankenhauses Maria-Hilf Brilon, Bernd Schulte. Der Geschäftsführer des Klinikum Kassel und Vorstandsvorsitzende der Gesundheit Nordhessen, Dr. Gerhard M. Sontheimer, sieht in der Vereinbarung eine klassische Win-Win-Situation. „Mit der Kooperation werden wir die bisher punktuelle Zusammenarbeit klar regeln und somit ein Maximum an Behandlungsqualität für die Patientinnen und Patienten herausholen.“

Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf den Tumorerkrankungen. Die onkologische Kompetenz in Brilon soll durch zusätzliche Sprechstunden im Rahmen der stationären Versorgung weiter gestärkt werden. Dazu ist ein Arzt der onkologischen Klinik im Klinikum Kassel jede Woche in Brilon vor Ort, um die Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs, Prostatatumoren, Darmkrebs oder anderen Krebsarten in allen Fragen einer Chemotherapie umfassend zu betreuen. Außerdem strebt das Städtische Krankenhaus Maria-Hilf die Mitgliedschaft im Tu-morzentrum Kassel an, das Anfang 2009 am Klinikum gegründet wurde. In dem einzigen Tumorzentrum Nordhessens sind alle an der Krebsbehandlung beteiligten Abteilungen des Klinikums und weiterer Einrichtungen zusammengeschlossen. Das Städtische Krankenhaus Maria-Hilf Brilon kann als Mitglied unter anderem seine Patienten telemedizinisch in den regelmäßigen Tumorkonferenzen vorstellen, in denen die Experten verschiedener Fachrichtungen gemeinsam die geeignete Therapie für den Patienten festlegen.

Einen weiteren Schwerpunkt der Kooperation bildet die Neurochirurgie. Mit Hilfe einer telemedizinischen Anbindung des Städtischen Krankenhauses Maria-Hilf an das Klinikum Kassel als Krankenhaus der Maximalversorgung können die Neurochirurgen beurteilen, ob beispielsweise bei Wirbelsäulen- oder Kopfverletzungen eine Operation erforderlich ist. Die Patienten aus Brilon werden bei Bedarf in der Neurochirurgie des Klinikums operiert, die Nachbehandlung erfolgt wohnortnah in Brilon.

Bereits gestartet ist eine Zusammenarbeit im Bereich Pathologie: Die Gewebeproben aus Brilon werden von den Pathologen des Kasseler Klinikums untersucht. Damit liegt künftig spätestens 24 Stunden nach Eingang der Proben in Kassel der pathologische Befund in Brilon vor, nach dem die weitere Therapie ausgerichtet wird. Möglichst noch in diesem Jahr soll die Kooperation auf die Schnellschnittdiagnostik erweitert werden. Dabei werden mittels virtueller Pathologie noch während der Operation so genannte Schnellschnitte von Gewebeproben aus Brilon in Kassel untersucht. In kürzester Zeit geben die Pathologen eine Rückmeldung in den OP-Saal des Briloner Krankenhauses, ob genug gesundes Gewebe um einen Tumor herum entfernt wurde. Für die Patienten bedeutet das eine erhebliche Verkürzung der Operationszeit.

Derzeit laufen die Vorbereitungen, um in den einzelnen Bereichen so schnell wie möglich starten zu können. Dazu gehören beispielsweise auch die Organisation eines Shuttle-Services für die Patienten, weitere Testläufe für die Datenübermittlung und die Anschaffung von zusätzlichen Geräten.

 
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