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Hoffnung auf bessere Heilung von Brustkrebs

Kassel, 22. April 2010. Das Klinikum Kassel feiert heute die Erweiterung seiner Tumorbank für Brustkrebs. Gemeinsam mit der Stiftung PATH – Patienten Tumorbank der Hoffnung – und dem Sponsor AstraZeneca wird jetzt ein neuer großer Behälter für das Einfrieren von Brustkrebsgewebe aufgestellt. Das Interdisziplinäre Brustzentrum unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Dimpfl hat in den letzten sechs Jahren so erfolgreich Krebsgewebe eingefroren, dass die Kapazität des Gefrierbehälters jetzt erreicht wurde.

Rund 50.000 Frauen erkranken jährlich in Deutschland an Brustkrebs. Bei PATH können Brustkrebspatientinnen ihr Tumorgewebe für künftige Untersuchungen und für die individuelle Erprobung neuer Therapien einfrieren lassen. Gleichzeitig spenden die Patientinnen einen Teil ihres Gewebes für die Krebsforschung. PATH ist die einzige Tumorbank von Patienten für Patienten.

Auch wenn es deutliche Fortschritte bei der Diagnose und Therapie von Brustkrebs gibt, ist der Durchbruch bei der Heilung dieser Krankheit noch nicht erreicht. PATH will deshalb mit seiner Tumorbank einen Beitrag zur Krebsforschung leisten. Ulla Ohlms, Vorsitzende der Stiftung PATH, Erziehungswissenschaftlerin und selbst Brustkrebs-Patientin: „Wir Frauen in den Brustkrebsorganisationen sehen, dass immer noch zu viele Freundinnen, Bekannte und Mitpatientinnen an Brustkrebs sterben. Das ist schwer zu ertragen. Unsere Stiftung will dazu beitragen, dass in der Krebsforschung neue und erfolgreiche Wege der Behandlung beschritten werden können.“

Die Arbeit der Patienten-Initiative PATH begann im Klinikum Kassel. Im November 2003 wurde dort der erste Gefrierbehälter zur Lagerung von Brustkrebsgewebe aufgestellt. Seitdem ist das Netzwerk zwischen der Stiftung PATH und geeigneten Brustzentren dichter geknüpft worden. An nunmehr sieben Standorten bietet die Stiftung PATH Brustkrebspatientinnen die Möglichkeit, ihr Gewebe bei tiefsten Temperaturen von minus 180 Grad einzulagern. Bisher haben mehr als 4.400 Frauen davon Gebrauch gemacht, allein 650 Frauen waren es in Kassel.

Das Brustzentrum im Klinikum Kassel musste jetzt seine Lagerungskapazität erhöhen. Deshalb orderte PATH einen neuen und deutlich größeren Stickstoffbehälter. Möglich wurde diese Anschaffung durch eine großzügige Spende der Firma AstraZeneca. In den neuen Stickstofftank, der am heutigen 22. April 2010 eingeweiht wird, können alle Brustkrebspatientinnen, die im Klinikum Kassel operiert werden, ihr Tumorgewebe kostenlos einlagern.

Prof. Dr. Thomas Dimpfl, Direktor der Frauenklinik und Leiter des Interdisziplinären Brustzentrums am Klinikum Kassel: „Wir wollen unseren Patientinnen neben der optimalen Behandlung noch eine weitere Möglichkeit bieten, den Krebs zu bekämpfen. Sie können bei uns ihr Gewebe einfrieren lassen und später für neue Diagnose- und Behandlungsformen darauf zurückgreifen.“

Ohne die gute Kooperation mit dem Institut für Pathologie am Klinikum Kassel wäre die Einlagerung von Brustkrebsgewebe nicht möglich. Prof. Dr. Irina Berger, Direktorin des Institutes: „Gern beteiligen wir uns an diesem interessanten Projekt einer Patienteninitiative. Als Wissenschaftlerin weiß ich, wie wichtig Proben von Tumorgewebe für die Forschung sind“.

Weitere PATH-Truhen stehen an den zertifizierten Brustzentren am Universitätsklinikum Marburg, an der Universitätsklinik Bonn, am Johannes-Hospital in Dortmund, am Anna-Hospital Herne/Ruhr-Universität Bochum, am Klinikum Offenbach und am Universitätsklinikum Regensburg.

Dr. Manfred Klevesath, Medizinischer Berater und Forschungsarzt, AstraZeneca GmbH: “Wir unterstützen die Stiftung PATH, weil sie eine kreative und außergewöhnliche Gründung von Brustkrebspatientinnen ist. Mit großem Engagement und viel ehrenamtlicher Arbeit ist hier eine Tumorgewebesammlung aufgebaut worden, die für die Krebsforschung sehr wertvoll ist. Diesen vorbildlichen Einsatz von Brustkrebspatientinnen für die Krebsforschung unterstützen wir gern.“

 
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