> Aktuelles > Presseinformationen > Archiv 2010 > Vorschulkinder der betriebseigenen Kindertagesstät[...]
Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz  |  A  A  A 
 

"Jung und Alt" gemeinsam aktiv

Kassel, 4. März 2010. Hildegard, Margot und Karl, Marisa, Carina und Lukas – schon die Namen der Teilnehmer lassen erahnen, dass hier ganz unterschiedliche Altersgruppen beisammen sind. In der Tat stehen die einen kurz vor dem Start ins Grundschulleben, die anderen haben das Berufsleben bereits hinter sich. „Jung und Alt“ heißt das Projekt, das Ende vorigen Jahres im Klinikum Kassel gestartet ist: Einmal pro Monat kommt eine Gruppe von 5- und 6-Jährigen aus der betriebseigenen Kindertagesstätte in die Gerontopsychiatrische Tagesklinik des Klinikums, wo Menschen ab 55 Jahren mit psychischen Erkrankungen behandelt werden. Bei diesen Begegnungen wird gemeinsam gespielt, gebastelt und gesungen. Umgekehrt besuchen Patientinnen und Patienten der Tagesklinik die Kindertagesstätte und lesen dort den Mädchen und Jungen vor.

Mit dem Projekt „Jung und Alt“ verfolgen die Initiatoren mehrere Ziele: Die gemeinsamen Aktivitäten fördern das Verständnis der Generationen füreinander und tragen zum Abbau von Vorurteilen bei. Das Interesse am Zusammensein von Jung und Alt wird geweckt. Die Kinder und die Patienten können voneinander lernen und sich gegenseitig helfen, auch ohne familiäre Verbindung. „Die Begegnungen bringen Vorteile für beide Seiten“, ist Peter Fellmann, der Leiter der Tagesklinik, überzeugt. „Die Älteren werden an ihre eigene Kindheit erinnert, manche von ihnen lassen sich von den Kindern viel leichter zum Mitmachen bei der Mal- oder Bewegungstherapie motivieren. Und die Kinder erleben eine besondere Form des sozialen Lernens.“

„Jung und alt“ kommt bei allen Beteiligten sehr gut an. „Die Kinder bringen viel Leben in die Tagesklinik“, berichtet Ergotherapeutin Ilona Kofahl. „Es wird viel gelacht, die Stimmung ist sehr gut und die Patienten erzählen meist noch lange davon.“ Bei den Jungen und Mädchen aus der Kita ist das Interesse ebenfalls groß. „Es wollen immer mehr Kinder mit, als ich mitnehmen kann. Eventuell vorhandene Berührungsängste sind schnell vergessen“, so Dagmar Monk, Erzieherin in der Kita.

Die Gerontopsychiatrische Tagesklinik besteht seit gut 17 Jahren und ist die einzige Einrichtung dieser Art in Kassel und Umgebung. Mit ihren 14 Plätzen trägt sie dazu bei, die stationäre Einweisung von psychisch kranken, älteren Menschen zu vermeiden bzw. einen stationären Klinikaufenthalt zu verkürzen. Neben der ärztlichen, psychologischen und pflegerischen Diagnostik und Behandlung gehören Sozialberatung, Gedächtnistraining, Kochgruppe, Ergotherapie, Bewegungs- und Musiktherapie sowie Gesprächsgruppen zum Therapieangebot. Rund 120 Patienten pro Jahr verweilen täglich von morgens bis nachmittags in der Tagesklinik, jeweils für ungefähr sechs Wochen.


 

 
Leiterin Unternehmens­kommunikation
Ulrike Meyer auf der Heide
Telefon 0561 980-4804
Telefax 0561 980-6870
E-Mail
Pressesprecherin
Gisa Stämm
Telefon 0561 980-4807
Telefax 0561 980-6870
E-Mail
Pressesprecherin
Inga Eisel
Telefon 0561 980-4898
Telefax 0561 980-6870
E-Mail