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Stets in besten Händen bei der "Schönfeld-Familie"

Kassel, 26. September 2009. Die herausragende Bedeutung des Kinderkrankenhauses Park Schönfeld für die Versorgung der kranken Kinder und Jugendlichen in Nordhessen ist heute bei einem Festakt gewürdigt worden. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Einrichtung präsentieren sich am Sonntag, 27. September 2009 von 13 bis 17 Uhr die Kasseler Kinderkliniken bei einem Tag der offenen Tür im Kinderkrankenhaus in der Frankfurter Straße 167 in Kassel.

1906 hatte der Deutsche Evangelische Frauenbund (DEF) in der Kasseler Spohrstraße ein Kin-derheim eröffnet, das schon bald aus allen Nähten platze. 1909 wurde der Neubau in der Frankfurter Straße bezogen, der sich in den folgenden Jahren immer mehr zu einem Kinderkrankenhaus entwickelte. Seit 2003 gehört das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld zum Klinikum Kassel und bildet heute mit den kindermedizinischen Abteilungen des Klinikum Kassel ein Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, das an zwei Standorten die jungen Patientinnen und Patienten versorgt (Frankfurter Straße und Klini-kum Kassel).

Klinikum-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schwarz hob in seiner Begrüßung die Leistung der Gründerinnen hervor. Vor 100 Jahren gehörte Hessen noch zu Preußen und Frauen hatten kein Wahlrecht in Deutschland. Es müssten schon sehr starke Frauen gewesen sein, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts für die Kinder eingesetzt hätten. „Ich hoffe und wünsche mir, dass es auch in den nächsten 100 Jahren Menschen gibt, die dieses soziale Engagement für die Schwächsten fortführen.“

Prof. Dr. Friedrich K. Tegtmeyer, Ärztlicher Direktor des Kinderkrankenhauses, ließ in seiner Festrede die vielfach turbulente 100-jährige Geschichte des Kinderkrankenhauses Revue passieren, an welchem bis heute weit über 100.000 chirurgische Eingriffe durchgeführt und mehr als 250.000 Kinder stationär behandelt wurden. Dem Deutschen Evangelischen Frauenbund sei es gelungen, selbst in wirtschaftlich immer schwierigeren Zeiten für das Kinderkrankenhaus zukunftsweisende Innovationen zu realisieren. Die Kindermedizin habe sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend gewandelt: Früher häufige, lebensbedrohliche Infektionskrankheiten konnten durch erfolgreiche Impfungen auf wenige Fälle pro Jahr reduziert werden.
Angestiegen sei hingegen die Zahl der Patienten mit schweren und chronischen Erkrankungen beispielsweise Kinder mit Diabetes mellitus, chronisch entzündlichen Erkrankungen des Darmtraktes, mit Immunschwäche, Transplantationsfolgen und neuromuskulären Erkrankungen. Zunehmend führen nach Prof. Tegtmeyer Worten auch psychosoziale Konflikte, Erfolgsdruck und Angst zu körperlich schwerer Beeinträchtigung und stationärem Behandlungsbedarf. Die psychotherapeutische Behandlung in enger Verbindung mit akutmedizinischer Versorgung wer-de in der Psychosomatik sichergestellt, die derzeit das einzig wachsende Gebiet in der Kinder-heilkunde darstelle.

Stadträtin Brigitte Bergholter hob die Bedeutung des ersten Chefarztes, Dr. Felix Blumenfeld, hervor, dem die Stadt Kassel viel zu verdanken habe. Er habe sich nicht nur für bedürftige Kinder und Mütter eingesetzt, sondern auch um Kriegsversehrte und sonstige benachteiligte Gruppen gekümmert und beispielhaftes soziales Engagement gezeigt. Hinsichtlich der jüngsten Vergangenheit sei die Stadt Kassel sehr froh, dass es gelungen sei, die Kinderkliniken in kommunaler und kirchlicher Trägerschaft zusammenzuführen. Damit sei die Chance genutzt wor-den, eine leistungsfähige Kindermedizin für Kassel und ganz Nordhessen zu erhalten und noch weiter auszubauen.

Der Vorstandsvorsitzende der Gesundheit Nordhessen Holding AG, Dr. Gerhard M. Sontheimer, richtete den Blick in die Zukunft und stellte das neue Frau-, Mutter- und Kindzentrum am Klinikum Kassel vor, das Ende 2011 fertig sein soll. Dort werden das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld und die Kinderkliniken des Klinikums unter einem Dach vereint sein und ein hochdif-ferenziertes Leistungsspektrum anbieten. Der Neubau biete im Kinderbereich 170 Betten, vorwiegend in 2-Bett-Zimmern, die auch als Einzelzimmer genutzt werden könnten. Mit dem direkten baulichen Anschluss des Frau-, Mutter-, Kindzentrums ans Klinikum Kassel sei die optimale Lösung gefunden, die wirtschaftlich im Betrieb sei und gleichzeitig größtmögliche Flexibilität biete. Als optimal bezeichnete Sontheimer auch das neue Elternhaus direkt gegenüber dem Klinikum Kassel, das den Eltern einen Aufenthalt außerhalb des Krankenhauses aber trotzdem ganz nah bei ihren Kindern ermögliche. Voraussichtlich Ende Oktober werde das Elternhaus in Betrieb gehen.

Kirchenrätin Brunhilde Fabricius, langjährige Kuratoriumsvorsitzende des Deutschen Evangelischen Frauenbundes, sagte, die Zeiten für das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld seien nie einfach gewesen. „Es war immer zu wenig Geld da und doch ist es uns gelungen, den Anforderungen an modernste Medizin gerecht zu werden und einen guten Ruf weit über Nordhessen hinaus zu erlangen.“ Die sei auch deshalb gelungen, weil stets Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefunden wurden, für welche das Wohl der Kinder an erster Stelle stand. Man habe eine richtige „Schönfeld-Familie“ gebildet, was heute noch spürbar sei.

 
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