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Kompetente Hilfe bei akutem Brustschmerz

Kassel, 18. August 2009. Als eine der ersten Kliniken in Deutschland ist die „Chest-Pain-Unit“ der Medizinischen Klinik II des Klinikum Kassel zertifiziert worden. Die „Chest-Pain-Unit“ ist eine hoch spezialisierte Aufnahmestation für Patienten mit Brustschmerz.

Der Brustschmerz gehört zu den typischen Beschwerden bei einem Herzinfarkt. Der Herzinfarkt selber stellt unverändert die häufigste Todesursache in den Industrienationen dar. Aber auch die Folgezustände nach einem Herzinfarkt wie die Herzschwäche und die Gefahr des plötzlichen Herztodes gehören zu den häufigsten Todesursache in Europa und den USA. Daher stellt die schnelle und zielgerichtete Behandlung von Patienten mit den Beschwerden eines möglichen Herzinfarktes zu den wichtigsten medizinischen Aufgaben unserer Zeit. Es kommt wesentlich darauf an, lebensgefährliche Erkrankungsbilder wie einen akuten Herzinfarkt, einen Einriss der Körperschlagader oder eine Lungenembolie von harmlosen Beschwerden wie muskulären oder knöchernen Schmerzen im Brustkorb zu unterscheiden.

Damit dieses in Deutschland weiter verbessert wird, hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie ein Zertifizierungsverfahren entwickelt. Insgesamt sollen rund 300 Kliniken in Deutschland zertifiziert werden, jeweils eine pro Region. Prof. Dr. med. Jörg Neuzner und Prof. Dr. med. Rainer Gradaus, die beiden Direktoren der Medizinischen Klinik II, sind stolz, als eine der ersten Kliniken in Deutschland das Zertifikat erhalten zu haben.

Für das Zertifikat sind spezielle personelle und räumliche Voraussetzungen zu erfüllen. Die „Chest-Pain-Unit“ muss in die Notaufnahme integriert sein, aber eine eigene Einheit darstellen. Eine internistische Intensivstation muss binnen weniger Minuten zur Verfügung stehen. Standardisierte Untersuchungs- und Behandlungsabläufe sind entsprechend den Empfehlungen der Fachgesellschaften zu berücksichtigen und in feste Abläufen umzusetzen. Alle Patienten müssen mittels EKG und Blutdruck automatisch überwacht werden. Blutuntersuchungen werden zum Teil auf der „Chest-Pain-Unit“, zum Teil im Zentrallabor des Klinikums innerhalb von 45 Minuten durchgeführt. Herzultraschalluntersuchungen von außen und von der Speiseröhre aus müssen ebenso wie ein Herzkatheter rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres binnen 30 Minuten durchführbar sein. Damit dies gewährleistet ist, sind mindestens vier erfahrene Herzspezialisten für den Rufdienst verpflichtend gefordert. Auch die übrigen Mitarbeiter der „Chest-Pain-Unit“ sind regelmäßig in Wiederbelebungsmaßnahmen trainiert.

Im vorigen Jahr sind am Klinikum Kassel rund 700 Patienten mit einem akuten Herzsyndrom direkt per Herzkatheter-Untersuchung behandelt worden. Das Klinikum Kassel verfügt derzeit über zwei Herzkathetermessplätze, mit der Inbetriebnahme des Neubaus kommt 2010 ein weiterer hinzu. Aber auch weitere Methoden wie CT-Untersuchungen müssen - wie im Klinikum Kassel  gewährleistet – das ganze Jahr rund um die Uhr zur Verfügung stehen.

 
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