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Tumordokumentation und Hessisches Krebsregister

Tumordokumentation und Hessisches Krebsregister

Innerhalb des Tumorzentrums Kassel findet eine umfangreiche Tumordokumentation statt. Das bedeutet, dass jede Tumorerkrankung nach Einwilligung von Ihnen als Patient in allen Abteilungen des Tumorzentrums in einer gemeinsamen Datenbank erfasst wird. Hier werden die genaue Diagnose, Operation, Chemotherapie, Bestrahlung und auch sonst jede weitere Therapie dokumentiert. Dazu haben wir am Klinikum Kassel ein klinisches Krebsregister aufgebaut, in dem eigens dafür angestellte Dokumentare mit den Ärzten zusammen die relevanten Daten erfassen.

Wofür braucht man ein klinisches Krebsregister?

Qualitätskontrolle:
Das klinische Krebsregister hat dient vor allem der Qualitätskontrolle. Durch die genaue Dokumentation der Verläufe von Diagnose und Therapie von Tumorerkrankungen ist es möglich, diese genau zu überprüfen, neue Therapieverfahren mit alten zu vergleichen und Therapieabläufe zu optimieren. Regelmäßige Auswertungen und Analysen der Daten können Möglichkeiten zu Verbesserungsmaßnahmen in der Tumortherapie aufzeigen. Dabei werden besonders drei Aspekte der Qualitätssicherung berücksichtigt: 

Neue Erkenntnisse in der Krebsentstehung:
Durch die genaue Dokumentation der Tumorerkennung besteht die Möglichkeit, Prozesse der Krebsentstehung besser zu verstehen. Hier können Rückschlüsse auf veränderte Prozesse durch Veränderungen von Tumorhäufigkeiten und Stadien gezogen werden.

Unterstützung der Arbeit der Ärzte:
Durch eine lückenlose Dokumentation Ihrer Tumorerkrankung hat Ihr behandelnder Arzt die Möglichkeit; sich ganz genau über Ihrer bisherigen Krankheitsverlauf zu informieren. Das hilft ihm dabei, leitliniengerecht einen individuell auf Ihre Erkrankung angepassten Therapieplan für Sie zu entwickeln.

Wir haben dieses klinische Krebsregister aufgebaut, um hier am Klinikum Kassel abteilungsübergreifend mit Hilfe einer Software möglichst alle relevanten Daten zu erfassen. Damit diese Erfassung einheitlich ist und immer gleich hohen Qualitätsanforderungen entspricht, treffen sich die Dokumentare einmal in der Woche, um Änderungen bzw. Neuerungen in Codierungsrichtlinien und Fragen zu besprechen. Dies gewährleistet eine hohe Datenqualität, die die Grundlage für eine sinnvolle Datenanalyse bildet.

Das Hessische Krebsregister:
Jeder Arzt, der einen Patienten mit einer Tumorerkrankung behandelt, ist nach dem hessischen Krebsregistergesetz dazu verpflichtet, diesen Tumor an das hessische Krebsregister zu melden. Sie als Patient müssen darüber informiert werden und haben das Recht, dieser Meldung zu widersprechen (Widerspruchsrecht) bzw. bereits gemeldete Daten aus dem Krebsregister löschen zu lassen. Ihr behandelnder Arzt gibt Ihnen dazu einen Flyer des hessischen Krebsregisters, in dem alle relevanten Fragen erläutert sind.
Auf der Homepage des hessischen Krebsregisters können Sie sich noch genauer über den Sinn und die Notwendigkeit der Registrierung informieren: http://www.laekh.de/Krebsregister/Krebsregister-Patienten-Informationen/Patienten-Informationen,cat603.html

Bitte unterstützen Sie die Arbeit des hessischen Krebsregisters und unsere Arbeit, indem Sie uns die Einwilligung zur Dokumentation Ihrer Tumorerkrankung geben.
Wenn Sie zum Thema Tumordokumentation und Hessisches Krebsregister noch Fragen haben, zögern Sie nicht, uns so kontaktieren (0561 980-3514). Wir helfen Ihnen gerne weiter!
Genauso sind wir auch auf die Mitarbeit der niedergelassenen Ärzte und aller sonstigen Behandlungspartner angewiesen, da für eine sinnvolle Analyse der Daten auch immer die Nachsorge und die ambulante Therapie dokumentiert sein sollte. Wenn Sie als niedergelassener Arzt Interesse an den Tumordaten Ihrer Patienten haben, oder sich an der Nachsorgedokumentation beteiligen möchten, sprechen Sie uns unter 0561 980-3514 an!

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