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Umweltfreundliche Energielieferung

Kassel, 3. März 2009. Das Klinikum und die Städtische Werke AG in Kassel haben einen Vertrag über eine langfristige Zusammenarbeit geschlossen. Dabei geht es um die Lieferung von Fernwärme, Kälte und Dampf sowie um den Bau von Energieerzeugungs- sowie Verteilanlagen. Der bis 2027 laufende Vertrag berücksichtigt zudem in hohem Maße Umweltaspekte, indem eine jährliche Verringerung der CO2-Emmissionen festgeschrieben wurde.

Am Klinikum-Standort in der Kasseler Mönchebergstraße entsteht derzeit ein Neubau mit Aufnahme- und Diagnostikzentrum, zwei Stationsebenen und einem Frau-, Mutter- Kindzentrum. Im Zuge dieser Baumaßnahme will das Klinikum ein neues Konzept für die Versorgung mit Fernwärme, Notstrom, Dampf und Kälte umsetzen. Sie werden derzeit von den Städtischen Werken in der benachbarten Energiezentrale Fiedlerstraße erzeugt und in die klinikeigenen Netze geleitet.

Nach europaweiter Ausschreibung liegen mit dem jetzt geschlossenen Contracting-Vertrag verschiedene Dienstleistungen in Verantwortung der Städtischen Werke: der Bau neuer Verteilnetze und die teilweise Erneuerung von Energieerzeugungsanlagen, die Lieferung von Fernwärme, Notstrom, Dampf und Kälte bis in die einzelnen Gebäude sowie der Betrieb des Mittelspannungsnetzes. „Wir haben mit dem jetzt unterzeichneten Vertrag hohe Planungs- sowie Preissicherheit und die Energiedienstleistungen aus einer Hand langfristig abgesichert“, erläutert der Vorstandsvorsitzende der Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH), Dr. Gerhard M. Sontheimer. Mit dem neuen Versorgungskonzept erhalte das Klinikum höchste Flexibilität bei Veränderungen, die sich durch die wechselnde Nutzung von Gebäuden ergeben könnten.

Die Städtischen Werke investieren vier Millionen Euro in die neuen Energieerzeugungs- und Verteilanlagen. Städtische Werke Vorstandsvorsitzender Andreas Helbig hob besonders den hohen Umweltanspruch des neuen Vertrages hervor. Zum einen würden die Energieerzeugungsanlagen komplett neu aufgebaut und entsprächen den aktuellen Umweltstandards. „Zum anderen haben wir uns erstmals vertraglich zu einer kontinuierlichen Reduzierung der CO2-Emissionen verpflichtet.“ So dürfen im Jahr 2013 für die Erzeugung von einer Kilowattstunde Fernwärme maximal 85 Gramm CO2 ausgestoßen werden. Dieser Grenzwert reduziert sich in den folgenden Jahren jeweils um 1 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde. Bei einem Fernwärme-Jahresverbrauch von rund 20.000 Megawattstunden im Klinikum Kassel werden jährlich 1.700 Tonnen des Treibhausgases eingespart. „Damit sparen wir jährlich den Verbrauch von 389 Einfamilienhäusern ein“, so Helbig. Realisiert würden die Einsparungen durch einen effi-zienteren Brennstoffeinsatz in den Kasseler Kraftwerken und einen höheren Anteil an Biomasse beziehungsweise CO2-armem Erdgas. Zum Vergleich: Mit dieser Fernwärmemenge ließen sich rund 1.000 durchschnittliche Haushalte versorgen.

Der Vertrag ermöglicht dem Klinikum Kassel zudem durch genaue Messdatenerfassung ein modernes Energiemanagement. Der Verbrauch von Fernwärme, Kälte und Strom kann künftig für jedes Gebäude separat gemessen werden, so dass sich die Häuser energetisch bewerten lassen.

 
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