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Aufruf zur regelmäßigen Vorsorge

Bad Arolsen, 24. Februar 2009. Mit einem eindringlichen Appell zur regelmäßigen Brustkrebsvorsorge endete die Infoveranstaltung des Volksbildungsrings und des Krankenhauses Bad Arolsen zur Diagnostik und Therapie des Mammacarcinoms (= Brustkrebs). Nur die Hälfte der Frauen nehmen an den Vorsorgeuntersuchungen teil. Bei den über 65-Jährigen, bei denen Brustkrebs am häufigsten auftritt, ist es sogar weniger als ein Drittel. Dabei gilt auch bei Brustkrebs: Je früher der Tumor entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Jede Frau ab 30 Jahren sollte sich mindestens einmal im Jahr die Brust untersuchen lassen, lautete die Empfehlung der Referenten Dr. Ulrich Streich (Gynäkologie und Belegarzt Krankenhaus Bad Arolsen), Walter Knüppel (Chefarzt Innere Abteilung Krankenhaus Bad Arolsen) und Dr. Hans Bartels (Radiologe).

Das Mammacarcinom ist die häufigste Krebsart der Frau weltweit. Jede elfte Frau erkrankt im Lauf ihres Lebens an Brustkrebs. Bei den 35- bis 55-Jährigen ist es die häufigste Todesursache. Es besteht ein Nord-Süd-Gefälle: das heißt, die skandinavische Frauen erkranken häufiger, italienische seltener als deutsche an Brustkrebs. In Deutschland besteht ein West-Ost-Gefälle: Frauen in den alten Bundesländern erkranken häufiger als Frauen in den neuen Bundesländern. Auch die Sterblichkeit ist in den neuen Bundesländern um 30 Prozent geringer. Dieses Phänomen ist bisher ungeklärt.

Die Heilungschancen haben sich seit 1995 ständig verbessert. Bei den unter 50-jährigen Frauen sogar um 30 Prozent. Bei den über 50-Jährigen immerhin um 15 Prozent. Ursache dafür sind die deutlich verbesserte Diagnostik und Therapie, wie die Referenten anschaulich darstellten. Dr. Bartels berichtete über die diagnostischen Möglichkeiten mittels moderner bildgebender Verfahren. Das seit 2004 in der Bundesrepublik etablierte und in Nordhessen allmählich eingeführte Mammographiescreening ergab im vorigen Jahr in Nordhessen bei 20.000 untersuchten Frauen 100 Mammacarcinome. Diese Möglichkeit steht nur den 50- bis 69-jährigen Frauen zur Verfügung. Alle anderen bekommen die bildgebende Brustkrebsvorsorge (Ultraschall, Röntgen) nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. 

Chefarzt Walter Knüppel erläuterte die modernen Möglichkeiten, die Nebenwirkungen einer Chemotherapie abzumildern. Er stellt neue, wirksamere und sehr nebenwirkungsarme Behandlungen mittels Antikörper (so genannte Targettherapie) vor.

Dr. Streich stellte die Methode der Wächterlymphknotenentfernung dar, mit der bei den meisten Frauen auf die Entfernung der restlichen Lymphknoten aus der Achselhöhle verzichtet werden kann. Damit lassen sich mögliche Nachteile wie Armschwellung, Nervenschmerzen oder ein kosmetisch ungünstiges Ergebnis vermeiden.

 

 
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