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Der Marathon-Mann - auch im OP

Kassel, 25. November 2008. Der langjährige Chefarzt der Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde im Klinikum Kassel, Prof. Dr. Michael Schröder, geht Ende des Monats in den Ruhestand. Er hat während seines fast 20-jährigen Wirkens in Kassel die Klinik zu einer überregional bedeutenden Einrichtung ausgebaut – mit Schwerpunkten unter anderem in der Tumortherapie, der Chirurgie der Ohrspeicheldrüsen und des Gesichtsnerven sowie bei hörverbessernden Operationen.

„Ein Marathon-Mann – beruflich und privat“, so charakterisiert Klinikum-Hauptgeschäfts-führer Wolfgang Schwarz den ausscheidenden Chefarzt. So wie der 65-Jährige seit vielen Jahren als Läufer aktiv sei, so habe er mit großer Ausdauer am Operationstisch gestanden. „Ein ausgezeichneter Chirurg aus Leidenschaft.“ Prof. Schröder habe den hervorragenden Ruf der HNO-Klinik geprägt, der weit über Nordhessen hinausging. „Wenn ich den ganzen Tag im OP arbeiten kann, bin ich glücklich“, bestätigt auch der ausscheidende Direktor. Ihn fasziniere an der HNO-Chirurgie nach wie vor, dass Mikrochirurgie auf engstem Raum betrieben werde und winzige Strukturen wie Gefäße und Nerven wieder aneinander gefügt werden könnten.

Prof. Schröder hat in der Zeit seines Wirkens in Kassel gleich mehrere Schwerpunkte der HNO-Klinik ausgebaut. Zum einen die gesamte rekonstruktive Chirurgie im Gesichtsbereich, insbesondere von Ohrspeicheldrüse und Gesichtsnerven. Zum anderen die Therapie von Krebserkrankungen im HNO-Bereich, wobei die Patienten mit Plattenepithelkarzinomen der oberen „Schluck-Rauch-Straße“ den größten Anteil ausmachen. Als erster Experte weltweit hat Prof. Schröder in einer äußerst diffizilen Operation ein vollständiges Hörgerät implantiert, so dass es von außen nicht zu sehen war. Inzwischen wird diese Therapieoption zur Behebung von Mittel- und Innenohrschwerhörigkeit an mehreren Kliniken in Deutschland angeboten. Nach Einschätzung von Prof. Schröder ein erfolgversprechendes Verfahren der Zukunft, das wegen der derzeit noch sehr hohen Kosten bislang aber nur zurückhaltend eingesetzt werde.

Prof. Schröder ist in Hameln aufgewachsen und hat in Göttingen, Innsbruck und Lausanne Medizin studiert. Nach einem Jahr wissenschaftlicher Tätigkeit am humangenetischen Institut der Georg August-Universität Göttingen absolvierte er am dortigen Universitätsklinikum seine Ausbildung zum HNO-Facharzt, einschließlich mehrerer Studienaufenthalte in den USA. 1978  wurde er zum Oberarzt ernannt, wenige Jahre später zum Leitenden Oberarzt der Klinik. Wegen seines Spezialgebietes Parotis- und Facialischirurgie ernannte ihn die Göttinger Universität zum planmäßigen Professor auf Lebenszeit. Im Februar 1989 wechselte er als Chefarzt und Nachfolger von Prof. Dr. Gerd Beckmann ans Klinikum Kassel.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Klinikum Kassel kann sich Prof. Schröder, der verheiratet ist und zwei erwachsene Kinder hat, noch intensiver einer weiteren Leidenschaft widmen: dem Marathon. Intensives Training sechs Mal pro Woche hat ihm schon zu vielen Erfolgen verholfen. Beispielsweise hat er 2005 als international Bester seiner Altersklasse den Marathon auf der Chinesischen Mauer abgeschlossen. Und das erste Lauf-Ziel im Ruhestand steht natürlich schon fest: Der Hongkong-Marathon am 7. Dezember 2008.

Nachfolgerin von Prof. Schröder wird ab 1. Januar 2009 Prof. Dr. Ulrike Bockmühl, derzeit Oberärztin an der HNO-Klinik des Universitätsklinikums Gießen.

 

 
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