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Führungs-Duo für die Kardiologie

Kassel, 20. November 2008. Die Medizinische Klinik II im Klinikum Kassel - Klinik für Herz - und Kreislauferkrankungen, Lungen- und Bronchialerkrankungen sowie Internistische Intensivmedizin - wird seit kurzem von zwei Direktoren im Kollegialsystem geführt: Prof. Dr. Rainer Gradaus, der Anfang Oktober vom Universitätsklinikum Münster ans Klinikum gewechselt ist, und Prof. Dr. Jörg Neuzner, der nach längerer Erkrankung wieder an seinen Arbeitsplatz zurückgekehrt ist.

Die Medizinische Klinik II im Klinikum Kassel ist auf die Behandlung von Patienten mit Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Erkrankungen von Herzklappen, Herzkranzgefäße und Lungenerkrankungen sowie die internistische Intensivmedizin spezialisiert. Der Versorgungsauftrag als Teil eines Krankenhauses der Maximalversorgung umfasst insbesondere Patienten mit fortgeschrittener Herzerkrankung und ausgeprägten weiteren Erkrankungen, die in Zusammenarbeit mit den anderen Bereichen des Klinikums auf höchstem Niveau versorgt werden. Für die rasche Diagnostik und Therapie von akuten Störungen des Herzkreislaufsystems (beispielsweise Herzinfarkt), stehen rund um die Uhr die internistische Intensivstation und zwei Herzkatheterlabore zur Verfügung.

Den Bereich Elektrophysiologie betreut Prof. Neuzner, der die elektrophysiologischen Untersuchungen (EPU) vor sieben Jahren im Klinikum eingeführt hat und inzwischen mehrere tausend Patienten aus der Region und darüber hinaus untersucht hat. Bei einer EPU werden unter Röntgenkontrolle Herzrhythmusstörungen analysiert und kontrolliert. Gegebenenfalls werden die Fasern des Herzmuskels, welche die Rhythmusstörungen auslösen, direkt verödet (Katheterablation).

Die Diagnostik und Intervention im Herzkatheterlabor hat Prof. Gradaus übernommen. Zu seinen Schwerpunkten gehören komplexe Kathetereingriffe, unter anderem bei chronisch verschlossenen oder schwer verkalkten Gefäßen im Herzen, sowie der Verschluss von Defekten der Vorhofscheidewand. Bei den implantierbaren Herzschrittmachern und Defibrillatoren – das sind Geräte, die mit gezielten Stromstößen Herzrhythmusstörungen beenden – gilt sein besonderes Augenmerk den Drei-Kammer-Defibrillatoren. Deren Hauptfunktion ist es, bei Patienten mit Herzschwäche den Herzmuskel zu stärken. Für dieses Behandlungsverfahren (Fachbegriff: Cardiale Resynchronisationstherapie) ist Prof. Gradaus internationaler Trainer im Katheterlabor eines der größten Medizintechnikherstellers der Welt. Im Klinikum werden – teilweise in Zusammenarbeit mit der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie - jährlich rund 250 Herzschrittmacher und 120 Defibrillatoren eingesetzt. Die dazugehörige Ambulanz mit über 800 ambulanten Abfragen und Einstellungen der Schrittmacher und Defibrillatoren (ICD) gehört zu den größten in Nordhessen.

Weiter ausbauen wollen die beiden Klinikdirektoren diesbezüglich die Telemedizin, mit deren Hilfe Patientinnen und Patienten ihre Herzschrittmacher und Defibrillatoren von zu Hause aus kontrollieren lassen können. Rund 50 Patienten werden derzeit telemedizinisch von den Ärzten der Medizinischen Klinik II überwacht. Außerdem nimmt die Klinik an mehreren nationalen und internationalen Studien zur Telemedizin teil.

Prof. Gradaus stammt aus Münster und hat an der dortigen Universität Humanmedizin studiert. Bereits in seiner Promotion 1996 hat er sich mit einem kardiologischen Thema beschäftigt: „Überlebens-Analysen und prognostische Marker bei Herz-Transplantations-Kandidaten“. Seine Assistenzarzt-Zeit absolvierte er in der Medizinischen Klinik und Poliklinik C – Kardiologie und Angiologie - des Universitätsklinikums Münster, wo er bereits länger als ein Jahr die internistische Intensivstation leitete. Seine Prüfung zum Facharzt für Innere Medizin absolvierte er 2002, seit 2004 führt er die Schwerpunktbezeichnung Kardiologie sowie seit 2006 die Zusatzbezeichnung „Intensivmedizin“. Seine Habilitation (2004) galt der Behandlung von Tachyarrhythmien (Kombination von Herzrhythmusstörungen mit schnellem Herzschlag) mit implantierbaren Defibrillatoren (ICD). Nach der Berufung zum Oberarzt in der Medizinischen Klinik und Poliklinik C leitete Prof. Gradaus die ICD- und Schrittmacherabteilung sowie das Katheterlabor. Seit diesem Jahr ist er außerplanmäßiger Professor der Universität Münster und ordentliches Mitglied (Fellow) der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie. Er ist Mitglied der Arbeitsgruppe „Herzschrittmacher und Defibrillatoren“ bei der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

Der neue Chefarzt ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sofern die Zeit es zulässt, ist er beim Schwimmen oder Radfahren gern sportlich aktiv.

 
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