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Erstes Angebot für ambulante kardiologische Rehabilitation

Kassel, 23. Oktober 2008. Das Reha-Zentrum der Gesundheit Nordhessen Holding in Kooperation mit der kardiologischen Praxis Dr. Dereli und Dr. Rüdell hat von der deutschen Rentenversicherung Bund (früher BfA), der Rentenversicherung Land (LVA) und allen Krankenkassen als erste Einrichtung in Nordhessen die Zulassung für die ambulante kardiologische Rehabilitation erhalten. Damit haben Patientinnen und Patienten mit Herzerkrankungen sowie nach Eingriffen am Herzen die Möglichkeit einer wohnortnahen Rehabilitation ohne Trennung vom häuslichen und beruflichen Umfeld.

Die körperliche und psychische Leistungsfähigkeit nach einer Erkrankung wiederherzustellen, ist ein wesentliches Ziel von Rehabilitationsmaßnahmen. Damit soll eine frühe Re-Integration in den Alltag bzw. das Berufsleben ermöglicht werden, gemäß dem Grundsatz „Gesund bis zur Rente kommen“.

Herz-Kreislauferkrankungen sind bundesweit nach wie vor die häufigsten Erkrankungen. Akuter Herzinfarkt, Angina pectoris bei chronischen Durchblutungsstörungen, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Schlaganfälle stellten im Jahr 2003 bei Männern elf Prozent und bei Frauen ca. sieben Prozent der Entlassungsdiagnosen aus Krankenhäusern dar. Nach schweren  Durchblutungsstörungen des Herzens oder Herzinfarkten absolvieren jedoch nur maximal 50 bis 65 Prozent der Patienten eine kardiologische Rehabilitation und nur etwa zehn Prozent nehmen anschließend an einer ambulanten Herzsportgruppe teil. Eine kardiologische Rehabilitation beugt jedoch einer erneuten Erkrankung vor und senkt die Sterblichkeit von Herz-Kreislaufkranken Patienten. Diese kann aber auch vorbeugend angezeigt sein, beispielsweise bei Patienten mit einer Herzschwäche oder schwer einstellbarem Bluthochdruck.

In Nordhessen gab es bisher nur die Möglichkeit zur stationären Rehabilitation in einer Reha-Klinik. Gleichzeitig besteht bei den Patienten jedoch häufig der Wunsch nach einer wohnortnahen Rehabilitation, um während der mehrwöchigen Maßnahme die soziale Bindung zu Familie und Arbeitsplatz aufrechtzuerhalten. Für Herzpatienten aus Kassel und einem Umkreis von 50 Kilometern bietet das Reha-Zentrum in der Wilhelmshöher Allee  89-91 die ambulante kardiologische Rehabilitation an.

„Bei der ambulanten Rehabilitation wird Erlerntes direkt im Alltag erprobt und nicht erst nach drei Wochen unter klinischen Bedingungen erstmals zu Hause umgesetzt“, nennt Dr. Werner Brand, Geschäftsführer des Reha-Zentrums, als einen großen Vorteil. Inhaltlich sind ambulante und stationäre Rehabilitation gleich und umfassen unter anderem ärztliche Untersuchungen, Bewegungstraining, psychologische Betreuung, Vorträge. Die kardiologische Rehabilitation wird ärztlich durch die Kardiologen Dr. Ulrich Rüdell und Dr. Seyfettin Dereli betreut, außerdem gehören zum Team Physiotherapeuten, Ernährungsberaterin, Psychologin und Sozialarbeiterin.

„Wir üben während der Reha-Maßnahme sehr alltagsnah“, erläutert Dr. Rüdell. Wie lange darf der Patient auf dem Ergometer fahren? Welche Pulsfrequenz sollte er erreichen bzw. nicht überschreiten? Welche Möglichkeiten zur Bewegung sind für ihn geeignet? Um dies unter Alltagsbedingungen zu üben, gehören beispielsweise auch begleitete Spaziergänge unter Pulskontrolle zum Trainingsprogramm. Als einen ganz wichtigen Bestandteil der ambulanten Reha nennt Dr. Rüdell das Krisenmanagement. „Wir geben den Patienten Hilfen an die Hand, um die Signale ihres Körpers zu messen und zu bewerten. Die Warnsymptome zu kennen und einordnen zu können, nimmt ihnen viel von ihrer Angst.“

Das Reha-Zentrum ist von der Deutschen Rentenversicherung Bund außerdem für das Irena-Programm zugelassen (Irena = Intensivierte Rehabilitationsnachsorge). Die Teilnehmer daran kommen nach einer Reha-Maßnahme für die Dauer von maximal einem Jahr berufsbegleitend weiterhin regelmäßig ins Reha-Zentrum (wöchentlich oder in mehrwöchigen Abständen), um das während der Rehabilitation Gelernte zu Verfestigen.

Information im Reha-Zentrum: Telefon 0561/987940.
 

 
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