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25 Jahre Hebammenschule: Ausbildung mit hohem Qualitätsstandard

Kassel, 21. Oktober 2008. Es ist einer der ältesten Berufe der Welt und das Interesse daran riesig: 1500 junge Frauen aus ganz Deutschland haben sich zuletzt auf die 18 Ausbildungsplätze der Hebammenschule am Klinikum Kassel beworben. Seit 25 Jahren erhalten hier die Absolventinnen eine hochqualifizierte Ausbildung, um Mutter und Kind während der Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett zu unterstützen und begleiten.

Rund ein Drittel der in Nordhessen tätigen Hebammen dürfte denn auch am Klinikum Kassel ausgebildet worden sein, schätzt Astrid Herber-Löffler, welche die Schule gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Dimpfl, Direktor der Frauenklinik, leitet. Rund 160 Hebammen haben seit der Eröffnung am 1. Oktober 1983 ihren Abschluss an der Schule gemacht – ausschließlich Frauen, obwohl sich seit Mitte der 80er Jahre auch Männer zum Entbindungspfleger ausbilden lassen dürfen. Die intensive Zusammenarbeit von Hebammenschule und Frauenklinik ermögliche eine sehr enge Verzahnung von Theorie und Praxis, hebt  Prof. Dimpfl hervor. Dadurch habe stets ein sehr hoher Qualitätsstandard in der Ausbildung erreicht werden können.  

Ein akuter Hebammenmangel Anfang der 80er Jahre führte zur Gründung der Kasseler Schule. In ganz Deutschland konnten damals die Krankenhäuser ihre Hebammen-Stellen nicht besetzen. Innerhalb von wenigen Jahren stieg die Zahl der Hebammenschulen von rund 30 auf über 50. In Kassel setzte sich der damalige Chefarzt der Frauenklinik am Klinikum, Prof. Dr. Wulf Rummel, intensiv für die Gründung einer Schule auch am Klinikum (damals Städtische Kliniken) ein. 18 junge Frauen begannen am 1. Oktober 1983 ihre Ausbildung, die erste Lehrerin war Anastasia Bernas. Zwei Absolventinnen des ersten Kurses sind nach wie vor im Geburtshilfe-Team des Klinikums tätig: Elke Jansen und Senay Cihan, damals die erste türkische Hebamme in Hessen. Die Gründung der Hebammenschule war damals auch der Anlass zur Erweiterung des Schulgebäudes – mit einem Anbau wurde Platz für den neuen Kurs geschaffen.

Von 1986 bis 1991 war Elisabeth Hillecke die Lehrerin für Hebammen, 1991 übernahm Astrid Herber-Löffler diese Aufgabe. Die gesetzliche Grundlage, die den Ausbildungsverlauf regelt, habe sich nach ihren Worten in den vergangenen 25 Jahren nicht geändert, jedoch seien die Ausbildungsinhalte an das veränderte Berufsbild der Hebammen angepasst worden. Beispielsweise arbeiteten Hebammen heutzutage viel häufiger als früher freiberuflich, entsprechend gehöre der mehrwöchige Einsatz bei einer freiberuflich tätigen Hebamme mittlerweile zur dreijährigen Ausbildung dazu.
Für das große Interesse am Hebammenberuf nennt Herber-Löffler mehrere Aspekte: ein Beruf mit hoher Verantwortung, bei dem man sehr viel Freude erlebt, die Möglichkeit, angestellt und/oder freiberuflich zu arbeiten und damit verbunden die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Kurz und gut: Es ist einfach ein toller Beruf.“

Das 25-jährige Bestehen der Hebammenschule wird am 24. Oktober in Kombination mit einer Fortbildungsveranstaltung gefeiert.
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