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Fachmann für Leber und Darm

Kassel, 29. Mai 2008. Der langjährige Direktor der Medizinischen Klinik I im Klinikum Kassel, Prof. Dr. Jürgen Pausch, ist heute feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden. Seit 19 Jahren stand der Fachmann für Leber- und Darmerkrankungen an der Spitze der Klinik, die im Krankenhaus der Maximalversorgung die Bereiche Gastroenterologie, Hepatologie, Allgemeine Diabetologie und Infektionskrankheiten betreut.

Seit seinem Amtsantritt 1989 hat Prof. Pausch die Medizinische Klinik I als anerkanntes Zentrum für Lebererkrankungen fortgeführt und im Laufe der Jahre die Gastroenterologie kontinuierlich weiter ausgebaut. Er hat sich immer mit Erfolg dafür eingesetzt, frühzeitig moderne Verfahren – beispielsweise die Kapsel-Endoskopie oder die Doppelballon-Enteroskopie zur Untersuchung des Dünndarms – im Klinikum anzubieten und für die entsprechende Geräte-Ausstattung auf dem neuesten Stand der Technik gesorgt. Die jährlich mehr als 3000 Patientinnen und Patienten der Medizinischen Klinik I schätzten neben seinem Fachwissen insbesondere seine zugewandte, menschliche Art. Großen Wert legte der 65-Jährige zudem stets auf die Fortbildung. So rief er in Kassel die Gastroenterologischen Gespräche ins Leben, in denen sich vier Mal jährlich Klinik- und niedergelassene Ärzte zum Austausch treffen. Zusätzlich zu den insgesamt 72 Gastroenterologen Gesprächen kann Prof. Pausch auf jährliche Symposien zur Hepatologie (im Frühjahr) und zur Gastroenterologie (im Herbst) zurückblicken.

Prof. Rolf Effert, Ärztlicher Geschäftsführer des Klinikums, würdigte in seiner Laudatio die menschliche und mitfühlende Art des ausscheidenden Direktors. Der Patient habe bei ihm zu jeder Zeit im Vordergrund gestanden. Auch für seine Mitarbeiter habe er immer ein offenes Ohr gehabt. Sie hätten bei ihm eine sehr gute Ausbildung genossen: Neun seiner Oberärzte hätte heute Chefarzt- bzw. leitende Funktionen inne.

Prof. Pausch, gebürtig in Markkleeberg, Kreis Leipzig, hat in Mainz Medizin studiert und sich schon am Studienende auf Leber-Erkrankungen spezialisiert. Nach der Doktorarbeit über das Endstadium der Leberzirrhose war er drei Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Biochemischen Institut der Universität Freiburg tätig und wechselte 1973 an die dortige Medizinische Universitätsklinik. Der Annerkennung als Facharzt für Innere Medizin folgte 1978 die Habilitation über den Nukleotidstoffwechsel der Leber. Für seine Forschungen zur Entstehung von Leberzellkrebs erhielt Prof. Pausch 1981 den Theodor-Frerichs-Preis der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. Sechs Jahre war er zudem Sekretär eines Sonderforschungsbereichs der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur klinischen und experimentellen Hepatologie. 1983 wurde der Mediziner zum Oberarzt berufen und leitete anschließend fünf Jahre die gastroenterologische Endoskopieabteilung der Universitätsklinik Freiburg sowie die gastroenterologische Sprechstunde.

1989 erfolgte die Berufung zum Direktor der Medizinischen Klinik I ans Klinikum Kassel, als Nachfolger von Prof. Dr. Egmont Wildhirt. Neben der medizinischen Weiterentwicklung der Abteilung fiel in die Wirkenszeit von Prof. Pausch auch die Umstrukturierung der Klinik, die früher auf mehrere Gebäude verteilt war. „Ich freue mich rückblickend besonders über den Ausbau und die bessere Ausstattung der Endoskopie-Abteilung“, so Prof. Pausch. Trotz aller Änderungen und Sparzwänge im Gesundheitswesen sei es stets gelungen, eine medizinische Betreuung auf hohem Niveau anbieten zu können.

Der scheidende Chefarzt, der verheiratet ist und zwei erwachsene Kinder hat, freut sich nun auf mehr Zeit fürs Klavierspielen, für Golf und Tennis. Der Medizin wird er aber unter anderem noch als Prüfer bei der Landesärztekammer und Gutachter erhalten bleiben. Für seine Nachfolge läuft derzeit das Auswahlverfahren.

 
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