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Dienstleister auf hohem Niveau

Kassel, 11. April 2008. Nach 34 Jahren im Klinikum Kassel ist der Direktor des Zentrallaboratoriums, Dr. Jörg Schürmann, heute feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden, zwei Tage vor seinem 65. Geburtstag. Schon als Student in Marburg war er im Klinikum im Einsatz, hat seine Facharztausbildung hier absolviert und später die Leitung der Krankenhaushygiene und des Zentrallabors übernommen. Sein Nachfolger, Dr. med. habil. Karl H. Reuner hat seinen Dienst im Krankenhaus der Maximalversorgung bereits angetreten.

In der Zeit von Dr. Schürmanns Wirken im Klinikum habe das Zentrallabor eine beachtliche Entwicklung durchlaufen, so Klinikum-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schwarz. So sei seit 1974 die Zahl der untersuchten Proben von 400.000 auf heute rund 2,3 Millionen jährlich gestiegen. Als „stiller Dienstleister“ im Hintergrund habe Dr. Schürmann als Direktor dafür gesorgt, dass das Zentrallaboratorium analytisch stets auf dem neuesten Stand der Technik sei und die Proben auf hohem Qualitätsniveau zuverlässig und zügig bearbeitet würden – bei Bedarf rund um die Uhr. Dies sei unverzichtbar für die Mediziner des Klinikums, die bei Diagnose, Krankheitsüberwachung und Therapie auf rasche Laborergebnisse angewiesen sind. Dass Dr. Schürmann zahlreiche externe Kunden gewinnen konnte, sei ein Beweis für die Leistungsfähigkeit und das hohe Renommee der Einrichtung. Die wirtschaftliche Führung des Labors mit 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern habe er stets im Blick gehabt und durchaus auch unkonventionelle Wege beschritten.

Dr. Schürmann, gebürtig in Lemgo/Lippe, hat parallel Medizin und Biologie studiert, zunächst in Mainz, dann in Marburg. Schon seine Promotion und anschließend auch die Facharztausbildung erfolgten bei Prof. Franz Herrmann Kreutz, dem damaligen Leiter des Zentrallaboratoriums, und bei Prof. Rolf Heinecker, Direktor Kardiologe, im Klinikum Kassel. Gleichzeitig war Dr. Schürmann damals zehn Jahre lang als Arzt im Katastrophenschutz des DRK tätig und hat dabei den Titel als Stabsarzt der Reserve erhalten. Ab 1980 war er Oberarzt und ständiger Vertreter von Prof. Kreutz, erwarb Zusatz-Qualifikationen als Krankenhaushygieniker, Klinischer Chemiker und EFQM-Assessor. 1988 wurde er zum Leiter der Abteilung Krankenhaushygiene bestellt, fünf Jahre später auch zum Direktor des Zentrallaboratoriums.
Er habe sehr bewegte 34 Jahre im Klinikum verlebt, so der scheidende Chefarzt. Er habe mit fünf Krankenhausleitungen gearbeitet, habe Abriss und Neubau erlebt, beispielsweise der heutigen Haut-/und HNO-Klinik, an deren Stelle früher Gewächshäuser standen. In seiner ersten Zeit im Klinikum gab es auch noch einen Hammel als Blutspender für das mikrobiologische Labor: Auf Hammelblut-Nährböden lassen sich Bakterien gut anzüchten, weshalb es heute noch in der Bakteriologie verwendet wird – nur der „Lieferant“ wird nicht mehr vor Ort gehalten. Die Analytik hat inzwischen enorme Fortschritte gemacht, viele Prozesse sind automatisiert worden. Aber auch die reine Handarbeit ist nach den Worten von Dr. Schürmann im Zentrallabor nach wie vor unverzichtbar.

Nun freut sich Dr. Schürmann auf den Ruhestand, den er in Kassel, Lichtenfels (Waldeck-Frankenberg) und in Warnemünde an der Ostsee verbringen wird. Endlich bleibt mehr Zeit für seine Hobbys Starkwindsurfen, Rennradfahren, Modelleisenbahn (seine erste Bahn besitzt er seit 58 Jahren) und schnelle Autos. Der “Auto-Narr”, wie er sich selbst bezeichnet, besitzt unter anderem noch sein erstes Auto, ein Steyr-Puch aus dem Jahr 1964.

 
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