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Fortbildung zum Thema Kindesmisshandlung

Kassel, 11. März 2008. Meldungen über getötete und misshandelte Kinder sind inzwischen fast an der Tagesordnung, soziale Frühwarnsysteme sind in aller Munde und verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen sollen Kinder vor Misshandlung und Vernachlässigung zu schützen. Dabei wird vorausgesetzt, dass Ärzte aller Fachgruppen, insbesondere aber Kinderärzte, die fachlichen Grundlagen zur medizinischen Diagnose einer Misshandlung beherrschen, mit den rechtlichen und psychosozialen Umständen vertraut sind und die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten des Einschreitens kennen. Da das Thema Kindesmisshandlung in der Ausbildung der Mediziner aber nach wie vor nur geringen Raum einnimmt, bietet die Deutsche Gesellschaft gegen Kindesmisshandlung und -vernachlässigung (DGgKV) e.V. am 14./15. März 2008 im Klinikum Kassel die 6. Internationale Fortbildung „Medizinische Diagnostik bei Kindesmisshandlung“ an. Die Fortbildung wird wieder von der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse unterstützt, die damit ihr langjähriges Engagement im Bereich der Gewaltprävention fortsetzt.
 
Ist diese Fraktur mit einem Sturz vom Wickeltisch vereinbar? Ist dieses Hämatom verdächtig auf Gewalt, Tollpatschigkeit oder auf eine Gerinnungsstörung? Wie vermeidet man einerseits Eltern zu Unrecht zu beschuldigen, andererseits tatsächlich misshandelte Kinder ihrem Schicksal zu überlassen? Über diese und weitere Fragen informieren sich rund 100 Ärzte, Pflegende und Mitarbeiter in Kinderschutzgruppen bei der bundesweit einmaligen Tagung in Kassel. „Die seit 2003 stets sehr gute Resonanz zeigt, dass weiterhin großer Bedarf an einer Fortbildung zu dem Thema besteht“, so Dr. Bernd Herrmann, Leiter der Ärztlichen Kinderschutzambulanz im Klinikum Kassel und Leiter der Fortbildung. Um vom „unguten Gefühl“ zu wissenschaftlich gesicherten Fakten zu kommen, wird bei der Fortbildung in Kassel das gesamte Spektrum körperlicher Befunde bei misshandelten Kindern gelehrt.

Information: Dr. Bernd Herrmann, 0561/980-3389; E-Mail: herrmann@klinikum-kassel.de.

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