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Aufbauhilfe für Herzchirurgie in Jaroslawl

Kassel, 25. Januar 2008. Die Städtepartnerschaft zwischen Kassel und Jaroslawl trägt auch auf medizinischer Ebene Früchte: Dr. Hermann Sons, Direktor der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie im Klinikum Kassel, leistet Aufbauhilfe für die herzchirurgische Abteilung im Bezirkskrankenhaus und hat die erste eigenständige Operation in der Klinik durchgeführt.

In der russischen Stadt mit über 600.000 Einwohnern gab es bis vor kurzem keine Herzchirurgie. Wer eine Herzoperation benötigte, musste ins knapp 300 Kilometer entfernte Moskau reisen. 2007 wurde mit dem Aufbau einer herzchirurgischen Abteilung im Bezirkskrankenhaus begonnen, in der zunächst 50 bis 100 Patientinnen und Patienten pro Jahr operiert werden sollen. Der Kontakt zu Dr. Sons entstand im Rahmen der Städtepartnerschaft, denn etliche Menschen aus Jaroslawl haben sich in den vergangenen Jahren im Klinikum Kassel von dem Herzchirurgen operieren lassen. Ein ehemaliger Patient besuchte im Sommer 2007 die Fuldastadt mit einer Delegation, der auch Dr. Alexander Gridin angehörte, Leiter der neuen Herzchirurgie im Bezirkskrankenhaus Jaroslawl. Er tauschte sich natürlich ausgiebig mit den Kollegen im Klinikum  aus und in der Folge reiste Dr. Sons mit Assistenzarzt Dr. Torsten Hauke und Assistentin Silvia Faßhold im Dezember auf Einladung der Partnerstadt nach Jaroslawl.

Dort hatte ein komplett aus Moskau angereistes Team bereits drei Herz-Eingriffe durchgeführt, nun ging es um die erste eigenständige Operation der neuen Abteilung. Dabei erhielt ein 52-jähriger Patient einen vierfachen Bypass („Umleitung“ für verstopfte Herzkranzgefäße), alles verlief bestens. Dr. Sons operierte, Dr. Gridin und Dr. Hauke assistierten. Die Operation stieß auf großes mediales Interesse, Zeitungen und zwei Fernsehsender berichteten darüber. „Die russischen Kollegen und der Patient waren sehr dankbar für die Unterstützung“, berichtet Dr. Sons, der auch einen Vortrag vor Ärzten und städtischen Repräsentanten hielt. Die Kasseler Gäste konnten sich zudem bei zahlreichen Einladungen über das russische ambulante und stationäre Gesundheitswesen informieren.


Der wissenschaftliche und praktische Austausch zwischen den Herzchirurgen aus Kassel und Jaroslawl geht weiter: Dr. Gridin und ein Kollege werden im Frühjahr zu einer achttägigen Hospitanz in Nordhessen erwartet.


 

 
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