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Grundstein für Klinikum der Zukunft gelegt

Kassel, 29. Mai 2008. In einer feierlichen Zeremonie ist heute der Grundstein für das neue Klinikum Kassel gelegt worden. Für 116,5 Millionen Euro entsteht dort im ersten Bauabschnitt ein neues Aufnahme- und Diagnostikgebäude mit Stationen auf zwei Etagen, angegliederter Frauen- und Kinderklinik sowie einer verbindenden Magistrale. Das Land Hessen fördert den ersten Bauabschnitt mit 74 Millionen Euro. Im Sommer kommenden Jahres sollen erste Bereiche des neuen Zentralgebäudes in Betrieb genommen werden.

16 einzelne Gebäude mit einem Durchschnittsalter von fast 50 Jahren, Notfall-Aufnahme an über zehn verschiedenen Stellen und die diagnostischen Geräte in den einzelnen Kliniken verteilt: Diese Beispiele zeigen, dass sich unter den aktuellen baulichen Gegebenheiten im Klinikum Kassel moderne Betriebsabläufe kaum realisieren lassen. Daher erhält das einzige Krankenhaus der Maximalversorgung in Nordhessen in den nächsten Jahren baulich eine völlig neue Struktur.

Im neuen Zentralgebäude werden künftig Aufnahme und Diagnostik für das gesamte Klinikum gebündelt, darüber entstehen auf zwei Etagen moderne Patientenzimmer mit insgesamt 152 Betten. Im neuen Frauen-, Mutter-, Kindzentrum, das teilweise parallel zum Diagnostikgebäude gebaut wird, sind ab 2011 die Frauen- und Kinderklinik des Klinikums sowie das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld unter einem Dach vereint. Eine siebengeschossige Magistrale wird die einzelnen Gebäude verbinden. Weil ein Teil der Strahlentherapie der neuen Magistrale weichen muss, entsteht außerdem ein eingeschossiger Ersatzneubau für die Strahlentherapie, der Ende 2008 bezugsfertig sein soll.

Der Neubau ermöglicht unter anderem optimale Betriebsabläufe und neue medizinische Konzepte, beispielsweise die verstärkte Bildung interdisziplinärer Zentren. Damit wird das Klinikum in die Lage versetzt, langfristig eine hochwertige Patientenversorgung der nordhessischen Bevölkerung zu sichern und gleichzeitig wirtschaftlich zu arbeiten.

Auf der Baustelle des neuen Zentralgebäudes, in das bereits 5000 Kubikmeter Beton und 600 Tonnen Stahl verbaut sind, wohnten heute rund 200 Gäste der Zeremonie der Grundsteinlegung bei. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Kassel Oberbürgermeister Bertram Hilgen, sprach von beachtlichen Investitionen zum Wohle der Patienten und der Beschäftigten im größten kommunalen Krankenhaus Hessens. Mit dem Neubauprojekt würden die Voraussetzungen geschaffen, um das Klinikum im Wettbewerb der bundesdeutschen Krankenhauslandschaft gut zu positionieren.

Dr. Gerhard M. Sontheimer, Vorstandsvorsitzender der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH), deren größtes Unternehmen das Klinikum ist, sagte, mit diesem Neubauprojekt werde das Klinikum fit für die Zukunft gemacht. Für den ersten Bauabschnitt sind inzwischen Aufträge in einer Höhe von 95 Millionen Euro vergeben, das sind 82 Prozent der Gesamtkosten von 116, 5 Millionen Euro. Davon gingen nach den Worten Sontheimers Aufträge für 26 Millionen Euro an Firmen aus Kassel und den umliegenden Landkreisen. Die Arbeiten lägen im Zeit- und Kostenplan: der Aufnahme- und Diagnostiktrakt soll bis Ende 2009 fertig sein, dann folgen die beiden darüberliegenden Stationsetagen. Parallel beginnt 2009 der Bau des Frauen-, Mutter-, Kindzentrums.

„Wir bauen dieses Zentralklinikum in der Überzeugung, damit den entscheidenden Schritt für eine gute Zukunft des Klinikum Kassel zu gehen“, zitierte Klinikum-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schwarz aus der Urkunde, die mit weiteren Dokumenten sowie gesegnet von Dekan Jürgen Renner und Dechant Harald Fischer in den Grundstein eingebracht wurde.

Der zweite Bauabschnitt, der sich möglichst nahtlos an den ersten anschließen soll, umfasst ein neues Empfangsgebäude mit Hubschrauberlandeplatz sowie Umbauten im Bestand. Beide Bauabschnitte sind mit insgesamt rund 152 Millionen Euro veranschlagt.

Hilgen und Sontheimer appellierten anlässlich der Grundsteinlegung an die Politik, die derzeitige Krankenhausfinanzierung zu ändern. Diese lasse den Kliniken trotz ständig steigender Kosten keinen Spielraum, ihre Einnahmen zu erhöhen. Das Klinikum Kassel habe mit dem Neubauprojekt die Voraussetzungen für wirtschaftliches Arbeiten geschaffen und seine Hausaufgaben gemacht. Nun sei die Politik am Zuge. Hilgen: „Der Deckel muss weg, damit erfolgreiche Krankenhäuser wie unser Klinikum wieder mehr Luft bekommen!“

Auf der Internet-Seite der Gesundheit Nordhessen (www.gesundheit-nordhessen.de) ist eine Webcam geschaltet, über welche sich der Fortschritt der Bauarbeiten verfolgen lässt. Für Fragen zum Neubauprojekt gibt es eine E-Mail-Adresse (neubau@gnh.net) sowie eine telefonische Hotline (0561/980-4899).

 
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