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Erster Spatenstich in fünffacher Ausführung

Kassel, 4. Dezember 2007. Mit einem symbolischen Ersten Spatenstich hat heute der Bau eines neuen Zentralgebäudes mit angeschlossenem Frauen-, Mutter-, Kindzentrum für das Klinikum Kassel begonnen. Das einzige Krankenhaus der Maximalversorgung in Nordhessen erhält in den nächsten Jahren eine völlig neue Struktur, um die Versorgung der Patienten weiter verbessern zu können. Der erste Bauabschnitt ist mit 121,3 Millionen veranschlagt, den das Land Hessen mit 74 Millionen Euro fördert.

Fünffach hält besser: Deshalb griffen Hessens Sozialministerin Silke Lautenschläger, Regierungspräsi-dent Lutz Klein, Stadträtin Anne Janz (Aufsichtsratsmitglied der Gesundheit Nordhessen Holding, GNH) in Vertretung für Oberbürgermeister Bertram Hilgen, der GNH-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerhard M. Sontheimer und Klinikum-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schwarz gemeinsam zum Spaten, um die Bauarbeiten auf dem Gelände des früheren Hubschrauberlandesplatzes offiziell zu starten. Dort entsteht bis Ende 2009 ein neues Zentralgebäude, in dem künftig die Aufnahme und Diagnostik für das gesamte Klinikum gebündelt wird. Damit haben Patienten künftig nur noch eine einzige, zentrale Anlaufstelle statt derzeit mehr als zehn. Auch die räumliche Zusammenfassung der Diagnostik-Bereiche stellt eine enorme Verbesserung für Patienten und Beschäftigte dar, weil Wege zwischen den Gebäuden entfallen und die Koordination der Behandlungsabläufe vereinfacht wird. Über dem Dia-gnostikzentrum werden auf zwei Etagen Stationen mit modernen Zimmern einziehen. Teilweise parallel wird das neue Frauen-, Mutter-, Kindzentrum gebaut, in dem ab 2011 die Kinder- und Frauenkliniken des Klinikums sowie das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld unter einem Dach vereint sind. Dann wird Kassel über eine der modernsten und leistungsfähigsten Kinderkliniken deutschlandweit verfügen. Im zweiten, sich anschließenden Bauabschnitt wird das Empfangsgebäude mit Hubschrauberlan-deplatz gebaut.

Heute falle der Startschuss für die bislang größte finanzielle Investition des Landes im Krankenhausbereich, sagte Hessens Sozialministerin Silke Lautenschläger. Nie habe eine Landesregierung einen höheren  Krankenhausförderbescheid überreicht. „Mit 74 Millionen Euro dokumentieren wir, dass uns eine gute medizinische Versorgung der Bevölkerung Nordhessens ein wichtiges Anliegen ist.“ Im Jahr 2007 stünden im Krankenhausbauprogramm insgesamt 100 Millionen Euro für Baumaßnahmen bereit. „Das Land Hessen wird auch den nachfolgenden Bauabschnitt möglichst nahtlos fördern, um die angestrebte Optimierung zu vollenden“, versprach Lautenschläger.

Auch Aufsichtsratsmitglied Anne Janz zeigte sich erfreut über die nun für jedermann sichtbaren Fortschritte des Bauprojektes, mit dem sich Aufsichtsrat vor seiner Entscheidung lange und intensiv beschäftigt habe. „Die Entscheidung dafür ist von einer breiten Mehrheit getragen und ich bin überzeugt, dass das Klinikum Kassel mit dem Neubau auf dem richtigen Weg in eine gesicherte Zukunft ist.“ Janz erteilte bei dieser Gelegenheit einer Privatisierung des Unternehmens eine klare Absage. Die Stadt sei stolz auf ihr Klinikum.

Dr. Gerhard M. Sontheimer, Vorstandsvorsitzender der GNH, betonte, dass das Klinikum mit seiner derzeitigen Pavillon-Bauweise und mehreren sanierungsbedürftigen Gebäuden langfristig nicht wettbewerbsfähig gewesen wäre. Der zentrale Neubau ermögliche zum einen die weiterhin medizinisch hochwertige Versorgung der Bevölkerung und zum anderen wirtschaftliche Betriebsabläufe. Kürzere Wege, verbesserte Arbeitsabläufe seien nötig, um die teuren Ressourcen wie die OP-Bereiche effizient und wirtschaftlich zu nutzen. Auch durch die bessere Ausstattung der Patientenzimmer im Neubau werde das Klinikum seine Wettbewerbsfähigkeit erhalten.
Der Vorstandsvorsitzende stellte in diesem Zusammenhang die immer wieder zu hörende Behauptung richtig, die Mitarbeiter zahlten mit ihrem Gehaltsverzicht den Neubau. Sontheimer: „Der überwiegende Teil des Gehaltsverzichts fließt in die Sicherung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Ohne den Verzicht, der in diesem Jahr bei vier Prozent des Bruttoeinkommens lag, hätte das Klinikum in diesem Jahr bereits ein deutlich negatives Betriebsergebnis erzielt.“

Die vorbereitenden Arbeiten für den Bau des neuen Zentralgebäudes (Bau von zwei Parkhäusern, Ver-legung und Abriss der Kinderklinik sowie Verlegung des Hubschrauberlandesplatzes) skizzierte Wolfgang Schwarz, Hauptgeschäftsführer des Klinikum Kassel. Der Standort des neuen Zentralgebäude befinde sich zwischen den vorhandenen Gebäuden, so dass der laufende Betrieb nicht gestört werden Gleichwohl werde es sich nicht vermeiden lassen, dass die Bauarbeiten hin und wieder auch Beein-trächtigungen mit sich brächten, wofür er um Verständnis bei Patienten, Besuchern und Mitarbeitern warb.

Für Interessierte am Neubau-Projekt ist im Infocenter des Klinikums eine kleine Ausstellung aufgebaut. Auf der Internet-Seite der Holding (www.gesundheit-nordhessen.de) ist außerdem eine Webcam geschaltet, über welche sich der Fortschritt der Arbeiten verfolgen lässt. Für Fragen zum Neubau ist eine E-Mail-Adresse eingerichtet (neubau@gnh.net) sowie eine telefonische Hotline geschaltet (0561/980-4899).

 
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