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Prävention ist das oberste Gebot

Kassel, 19. November 2007. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 7000 Kinder durch Verbrennungen und Verbrühungen schwer verletzt. Solche thermischen Verletzungen sind die zweithäufigste Unfallursache im Kleinkindalter und geschehen überwiegend im häuslichen Bereich. Eine Verbrennung oder Verbrühung reißt das Kind und seine Familie urplötzlich aus dem gewohnten Alltag. Auch das Behandlungsteam ist vor eine große Herausforderung gestellt. Sowohl in der Akutphase als auch in der oft lange dauernden Nachbehandlung müssen die besten Voraussetzungen für eine möglichst folgenarme Ausheilung geschaffen werden.
 
Das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld, das einzige Zentrum für schwerbrandverletzte Kinder in Hessen, lädt daher am Samstag, 24. November, zum 34. Kinderchirurgisch-pädiatrischem Kolloquium ein, Thema: „Die kindliche Verbrennung – Eine unendliche Geschichte mit körperlichen und seelischen Narben?“. Wie ist mit einer derart schweren Verletzung umzugehen? Welche Narben bleiben? Gibt es eine Heilung? Diese und andere Fragen werden bei dem Kolloquium behandelt, das um 9.30 Uhr bei E.ON Mitte beginnt. Eine Fortbildung zu Brandverletzungen im Frühjahr war auf großes Interesse gestoßen, berichtet Dr. Peter Illing, Chefarzt Kinderchirurgie, daher werde das  Thema nun noch umfassender behandelt. Das detaillierte Programm mit Anmeldevordruck ist im Internet unter www.gesundheit-nordhessen.de unter dem Stichwort Aktuelles zu finden.

Ein großer Teil der Verbrennungen und Verbrühungen ließe sich durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen vermeiden, daher kommt der Prävention eine enorm große Bedeutung zu, betont Dr. Joachim Suß, Leiter der Schwerbrandverletzteneinheit im Kinderkrankenhaus Park Schönfeld. So sollten Tassen mit heißen Getränken nicht in der Reichweite kleiner Kinder stehen und auf Tischdecken sollte verzichtet werden. Auch an Kabel von Kaffeemaschinen oder Wasserkochern sollten Kinder nicht herankommen. Beim Kochen möglichst die hinteren Platten benutzen, Pfannenstiele nicht nach vorn drehen und einen Kinder-Herdschutz anbringen. In der Advents- und Weihnachtszeit ist zudem besonderes Augenmerk auf die Kerzen zu legen: Sie sollten nie unbeaufsichtigt brennen, auf festen Unterlagen und nicht zu dicht an anderen Gegenständen stehen. Weitere Tipps gibt es unter www.kindersicherheit.de oder www.das-sichere-haus.de

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einer Verbrennung, sollten die verletzen Stellen gezielt mit lauwarmen Wasser gekühlt werden, rät Dr. Suß. Die nicht betroffenen Körperregionen sollten dagegen warm gehalten werden. Anschließend sollte die Wunde mit einer Kompresse steril abgedeckt werden. Auf keinen Fall dürfen vermeintliche Hausmittel wie Mehl, Zahnpasta oder ähnliches auf die Wunde aufgebracht werden.

 
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