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Neuer Computertomograph am Klinikum Kassel: Untersuchungen kürzer, präziser und schonender

Kassel, 14. August 2007. Im Klinikum Kassel haben die Radiologen einen neuen Computertomographen (CT) in Betrieb genommen. Es handelt sich um einen so genannten 16-Zeilen-Spiral-Computertomographen, der es erlaubt, ganze Körperabschnitte in nur wenigen Sekunden dreidimensional zu erfassen. Das Klinikum hat nach Angaben von Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schwarz deutlich über 500.000 Euro in Gerät und Umbau investiert.

Mit der Computertomographie gelingt es, den menschlichen Körper gleichsam in Scheiben übersichtlich zu betrachten. Die Computertomographie ist die wichtigste Röntgenmethode bei der Diagnose von Verletzungen des Gehirns und der inneren Organe, bei der Diagnose von Tumoren in der Lunge und im Bauchraum. Aufweitungen der Hauptschlagader (Aortenaneurysma) werden exakt erfasst.

Die neue Technik im Klinikum Kassel kommt mit weniger Kontrastmittel und geringerer Strahlendosis aus und liefert gleichzeitig eine deutlich bessere Bildqualität und eine höhere Auflösung als das bisherige CT-Gerät. Damit werden die Untersuchungen kürzer, präziser und schonender für die Patienten. Durch die Möglichkeit, weitaus dünnere Schnitte zu erstellen, können mehr Detailinformationen über die Erkrankungen gewonnen werden. Es ist darüber hinaus möglich, in allen beliebigen Achsen eines Körpers hoch aufgelöste Bilder zu erzeugen.

"Mussten Patienten bei der Untersuchung des Brustkorbs bisher teilweise 40 bis 50 Sekunden den Atem anhalten, können mit der verbesserten Bildqualität diese Aufnahmen nun in weniger als 10 Sekunden erzeugt werden“, berichtet Prof. Dr. Fritz-Peter Kuhn, Direktor des Institutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie. Durch die enorme Geschwindigkeit sei das jetzt sogar bei bewegten Organen möglich. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich neben der Anatomie auch die Durchblutung von Organen bestimmen lässt. So hat zum Beispiel die Bestimmung der Durchblutungsgröße des Gehirns mittels des Verfahrens der CT-Perfusion beträchtlichen Einfluss auf die exakte Beurteilung und Therapie beim akuten Schlaganfall.

Die Aufnahme des gesamten Bauchbereiches dauert nach Prof. Kuhns Angaben keine zehn Sekunden mehr und besonders schwerkranke Patienten profitieren von dem neuen 16-Zeilen-Computertomo-graphen. Unfall-Patienten werden in weniger als 45 Sekunden von Kopf bis Fuß gescannt und lebensbedrohliche Erkrankungen schneller diagnostiziert.  Auch beim Schlaganfall ist Schnelligkeit Trumpf: Mussten bis vor wenigen Jahren viele Patienten noch mittels eines Katheters angiographiert (Angiographie = Röntgendarstellung der Blutgefäße durch Injektion eines Kontrastmittels) werden, können mit der neuen CT-Generation viele dieser Untersuchungen durch die nicht-invasive Computertomographie abgelöst werden. Gleichzeitig sinkt für die Patienten das Untersuchungsrisiko.

Die 16-Zeilen-Computertomographie gilt zudem inzwischen als Goldstandard der Lungenembolie-Diagnostik. Neu ist auch die Möglichkeit zur computerberechneten Wachstumsbestimmung von Lungenrundherden. Mit einer strahlensparenden Spiral-CT-Technik lassen sich zudem kleinste Verkalkungen dem Nierenbecken und den Harnleitern zuordnen. Diese Technik ist Grundlage für eine bessere Steintherapie.

Untersuchungen von Kindern, besonders von Kleinkindern und Säuglingen, sind oft eine Herausforderung für Eltern wie Klinikpersonal. Hier ist der neue Computertomograph besonders hilfreich: Teilweise langwierige Untersuchungen können damit auf wenige Sekunden begrenzt werden. Speziell für Kinder entwickelte Untersuchungsvarianten tragen dazu bei, die Strahlendosis entscheidend zu reduzieren.

Auch neue Methoden wie die virtuelle Koloskopie (Darmspiegelung), ein computersimulierter „Flug“ durch den Dickdarm, profitieren von der neuen Technik. Selbst kleinste, wenige Millimeter große Polypen werden noch besser erkannt. Aus diesen Polypen können sich über Monate und Jahre bösartige Tumoren des Darms entwickeln. Somit können auch in Frühstadien Erkrankungen entdeckt und behandelt werden.

Weitere Information: Prof. Kuhn, Telefon 0561/980-4015

 
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