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Frühchen und Mütter unter einem Dach

Kassel, 2. Juli 2007. Die Kinder- und Frühgeborenen-Intensivstation im Klinikum Kassel ist vorige Woche in einen eigens errichteten Pavillon direkt neben der Frauenklinik umgezogen. Damit ist das einzige Perinatalzentrum Nordhessens im wahren Sinne des Wortes unter einem Dach vereint, was die Versorgung der Kleinsten deutlich verbessert. Die Mütter können nun auf ganz kurzem Weg zu ihren Kindern auf der Intensivstation gelangen. Die alte Kinderklinik des Klinikums ist jetzt komplett geräumt und wird im Oktober abgerissen.


Die beengten Verhältnisse auf der bisherigen Station gehören mit dem Umzug der Vergangenheit an, so Klinikum–Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schwarz. Auf der neuen Station stehen 30 Betten in großzügigen Räumen zur Verfügung, die in warmen Farben gestaltet sind. Zwei Zimmer sind für größere intensivpflichtige Kinder vorgesehen, die nach schweren Unfällen, aufwändigen Operationen (Neurochirurgie, Tumoroperationen) und bei schwere Infektionen dort behandelt werden.


Schwerpunkt der Intensivstation ist nach den Worten von Prof. Dr. Friedrich-Karl Tegtmeyer, Direktor der Kinderklinik, die Versorgung von Früh- und Neugeborenen. Die Neonatologie (Neugeborenenmedizin) der Kinderklinik bildet mit der Frauenklinik des Klinikums ein Perinatalzentrum der höchsten Leistungsstufe. Es betreut auch bei Risikoschwangerschaften Mutter und Kind vor, während und nach der Geburt mit der größten Fürsorge und auf höchstem medizinischem Niveau. Jährlich werden in dem größten hessischen Perinatalzentrum rund 600 Neu- und Frühgeborene stationär behandelt, davon über 70 sehr unreife Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1500 Gramm.


Mit dem Neubau des Pavillons direkt an der Frauenklinik werde die Versorgung von intensivpflichtigen Neugeborenen weiter optimiert, betont Prof. Dr. Thomas Dimpfl, Direktor der Frauenklinik. Kreißsaal, gynäkologische Operationsräume, Intensivstation und Wochenbettstation befänden sich nun unter einem Dach, so dass das Prinzip der kurzen Wege verwirklicht werden konnte. Bisher wurden die Neugeborenen im Bedarfsfall per Krankenwagen in die Kinderklinik verlegt. Auch für die Mütter bringen die neue Räume eine große Erleichterung mit sich: Es sind jetzt nur noch wenige Schritte von der Wochenbettstation bis zur Intensivstation, was gerade nach einem Kaiserschnitt von großer Bedeutung ist.


Die Kinder- und Frühgeborenen-Intensivstation hat nach Angaben von Dr. Dirk Müller, Leiter des Bereichs Neonatologie, ein elektronisches Intensivüberwachungssystem (Monitorsystem) auf dem neusten Stand der Technik erhalten. Damit können die Pflegekräfte und Ärzte von der Stationszentrale 30 Patienten gleichzeitig in allen lebenswichtigen Funktionen wie Atmung, Puls, Blutdruck, Temperatur und EKG überwachen.
Eine wichtige Zielsetzung auf der Intensivstation ist die „sanfte Pflege“ von Frühgeborenen, beispielsweise die „Känguruhmethode“ mit der Pflege der Kinder unter Einbeziehung der Eltern. Der Betreuung der Eltern wird hoher Stellenwert beigemessen, damit sie Sicherheit im Umgang mit ihrem kleinen Kind gewinnen und es später ohne Angst zu Hause versorgen können. Eine Stillberaterin steht auf der Station mit Rat und Hilfe zur Seite und auch das Stillzimmer konnte in dem neuen Pavillon deutlich vergrößert werden.


Der Pavillon hat mit Einrichtung rund 1,5 Millionen Euro gekostet und sei ein gelungener Start für das Neubauprojekt am Klinikum Kassel, so Hauptgeschäftsführer Schwarz. Das bisherige Gebäude der Kinderklinik (Haus 2) steht nun leer. Es wird in den kommenden Monaten komplett entkernt und im Herbst abgerissen, wenn von der Mönchebergstraße aus die Zufahrt für die Baustelle des neuen Zentralgebäudes eingerichtet ist. Später entsteht die neue Kinder- und Frauenklinik am Standort der bisherigen Kinderklinik, die Anfang 2011 bezogen werden soll. 

 
Die Kinder- und Neugeborenen-Intensivstation K 3 hat ab sofort eine neue Telefonnummer: 0561/980-2325.

 
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