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Ambulante Rehabilitation nach urologischen Krebserkrankungen:
Reha-Zentrum der GNH bundesweit Vorreiter

Kassel, 09. Mai 2007. Als bundesweit erste Einrichtung hat das Reha-Zentrum der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH) von der deutschen Rentenversicherung Bund (früher BfA) die Zulassung für die ambulante onkologische urologische Rehabilitation erhalten. Damit haben Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen von Niere, Harnleiter, Blase sowie Männer mit Prostata- oder Hodentumoren die Möglichkeit einer wohnortnahen Rehabilitation ohne Trennung vom häuslichen und beruflichen Umfeld.

Die körperliche und psychische Leistungsfähigkeit nach einer Erkrankung wiederherzustellen, um eine frühe Reintegration in den Alltag bzw. das Berufsleben zu ermöglichen, ist ein wesentliches Ziel von Rehabilitationsmaßnahmen.
Darüber hinaus geht es allgemein um die Verbesserung der Lebensqualität, die Kompensation von Funktionseinschränkungen, die Vermeidung von Risikofaktoren für Erkrankungen und gegebenenfalls die Vermeidung von Pflegebedürftigkeit.

Nach einer Krebserkrankung der ableitenden Harnwege und des männlichen Genitals bestand bislang nur die Möglichkeit zur stationären Rehabilitation in einer Reha-Klinik. Gleichzeitig besteht bei Patienten jedoch häufig der Wunsch nach einer wohnortnahen Rehabilitation, um während der mehrwöchigen Maßnahme die soziale Bindung zu Familie und Arbeitsplatz aufrechtzuerhalten. Für Patienten aus Kassel und einem Umkreis von 30 bis 40 Kilometer bietet das Reha-Zentrum in der Wilhelmshöher Allee 89-91 nun die ambulante onkologische urologische Rehabilitation an, wobei ein Schwerpunkt auf Prostatakrebs liegt.
Dieser wird jährlich bei über 40.000 Männern in Deutschland festgestellt und zählt damit zu den häufigsten Krebserkrankungen des Mannes.

„Bei der ambulanten Rehabilitation wird Erlerntes direkt im Alltag erprobt und nicht erst nach drei Wochen unter klinischen Bedingungen erstmals zu Hause umgesetzt“, nennt Dr. Werner Brand, Geschäftsführer des Reha-Zentrums, als einen großen Vorteil.
Die Rückmeldung des Patienten ermögliche eine rasche Anpassung der Therapie an seine alltäglichen Bedürfnisse. Zudem könne der niedergelassene Arzt in die Behandlung einbezogen werden und es könne eine Arbeitsplatzberatung vor Ort stattfinden.

Nach den Worten Dr. Brands wird die onkologische urologische Rehabilitation als ganzheitliche Aufgabe gesehen. So werde nicht nur auf die medizinischen Aspekte der Tumorerkrankung eingegangen, vielmehr sollten die negativen Auswirkungen der Erkrankung auch in psychischer, sozialer und beruflicher Hinsicht verbessert werden. Daher arbeiten im Reha-Zentrum mehr als 25 Beschäftigte Hand in Hand - angefangen vom Arzt über Sportlehrer, Physiotherapeuten sowie Ergotherapeuten bis zur Psychologin und Sozialarbeiterin.

Die Arbeit der Ärzte unter Leitung von Dr. Christoph Kebschull (Facharzt in der Klinik für Urologie des Klinikum Kassel, Direktor Prof. Dr. Peter Albers), umfasst Aufnahme-, Zwischen- und Abschlussuntersuchung, regelmäßige Visiten, Vorträge zu Tumorerkrankungen und bei Bedarf die Beratung von Angehörigen.
Die psychologische Betreuung, der gerade bei Patienten mit einer Krebserkrankung eine besondere Rolle zukommt, beinhaltet unter anderem Gruppen- und Einzelangebote zur Krankheitsbewältigung und Entspannungstraining.
Die physiotherapeutischen Behandlungen (Krankengymnastik, Beckenbodenraining, Ausdauersport) erfolgen ebenfalls einzeln oder in der Gruppe.
Wegen der Tumorerkrankung bzw. der -therapie sind unterschiedliche Ernährungs-Probleme zu berücksichtigen (beispielsweise Mangelernährung, Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel), die in den diätetischen Beratungen besprochen werden.
Dies sind nur einige Beispiele aus dem umfangreichen Angebot der ambulanten onkologisch-urologischen Rehabilitation.

Information im Reha-Zentrum: Telefon 0561 987940.

Die Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) ist ein Dienstleistungsverbund für die ambulante und stationäre Krankenversorgung sowie die Seniorenbetreuung.
Mit sechs Krankenhäusern bietet die Holding nahezu das gesamte medizinische Leistungsspektrum und versorgt jährlich rund 65 000 stationäre Patientinnen und Patienten. Zentrale Einheit ist das Klinikum Kassel als größtes kommunales Krankenhaus Hessens, außerdem gehören zur Holding das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld in Kassel, die Kreiskliniken Kassel mit Standorten in Bad
Karlshafen- Helmarshausen, Hofgeismar und Wolfhagen sowie das Krankenhaus Bad Arolsen. Das Angebotsspektrum wird durch zwei Reha-Zentren sowie durch die Seniorenwohnanlagen mit ambulantem Pflegedienst ergänzt.
Mit rund 4800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und über 350 Ausbildungsplätzen gehört die GNH zu den großen Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben der Region.

 
Leiterin Unternehmens­kommunikation
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