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Für junge Frauen empfohlen
Impfung schützt vor Gebärmutterhalskrebs

Bad Arolsen, 22.02.2007. Gebärmutterhalskrebs ist in Deutschland nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache bei jungen Frauen. Etwa 1700 sterben jedes Jahr an den Folgen der Krankheit. Bei weiteren 100.000 Frauen finden Gynäkologen bei Krebsvorsorgeuntersuchungen Vorstufen zu den bösartigen Tumoren, die operiert werden müssen. Erstmalig ist in Deutschland nun ein Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs zugelassen worden, was zu zahlreichen Anfragen von Patientinnen in den Frauenarztpraxen geführt hat.
Gebärmutterhalskrebs wird durch humanen Papillomaviren (HPV) verursacht, mit denen sich rund zwei Drittel aller Frauen im Laufe ihres Lebens infizieren, erläutert Dr. med. Ulrich Streich, Leitender Arzt der Gynäkologie/Geburtshilfe im GNH-Krankenhaus Bad Arolsen. Meist bekämpfe die körpereigene Immunabwehr die Viren erfolgreich, manchmal entwickele sich jedoch ein bösartiger Tumor. Der neue Impfstoff schützt vor einer Infektion mit zwei Virustypen, die immerhin 70 Prozent aller Krebserkrankungen am Gebärmutterhals auslösen. Außerdem verhindert der Impfstoff das Auftreten von Genitalwarzen, da er auch gegen diese Virustypen immunisiert.
Der Impfstoff ist für Mädchen und Frauen bis 26 Jahren zugelassen, da eine Immunisierung vor der Ausnahme der sexuellen Aktivität besonders wichtig ist. Nach Angaben von Dr. Streich könnten sich auch sexuell aktive Frauen schützen lassen, die virusfrei sind. Er empfiehlt insbesondere für Mädchen und junge Frauen die Impfung. Streich: „Auch bei älteren Frauen dürfte ein Immunisierung sinnvoll sein, aber es liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor.“
Hinsichtlich der Kosten sollten sich die Frauen bei ihrer Krankenkassen erkundigen. Die meisten Kassen erstatteten inzwischen die Kosten für den Impfstoff in einer bestimmten Altersgruppe. Aber die Frauen müssten das Geld, etwa 500 Euro, vorstrecken und die Kosten für die Impfung selbst (etwa 100 Euro) würden in der Regel nicht von den Kassen erstattet. Die Impfungen selbst können beim Frauen- oder Kinderarzt erfolgen. Beim Frauenarzt ist zusätzlich ein Test auf Virusbefall möglich.
Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs macht die regelmäßigen Krebsvorsorgeuntersuchungen aber auf keinen Fall überflüssig, betont der Bad Arolser Gynäkologe. Zum einen bestehe ja weiterhin ein Restrisiko von etwa 30 Prozent, weil der Impfstoff nicht gegen alle Virentypen schütze. Zum anderen gehe es bei den Vorsorgeuntersuchungen ja auch um Brustkrebs, Eierstockkrebs oder Gebärmutterkrebs. Darüber hinaus ließen sich bei den Vorsorgeuntersuchungen die Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses sehr früh erkennen und schonend behandeln.

Information: Dr. med. Ulrich Streich, Telefon Tel. 05691 2057.

 
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