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Bild: Pflegekraft nimmt über Basale Stimulation Kontakt zu behinderten Patientin auf.

Basale Stimulation

Basale Stimulation in der Pflege ist eine Therapie, die von dem Sonderpädagogen und heilpädagogischen Psychologen Prof. Dr. Andreas Fröhlich entwickelt wurde.
Seit den 70er Jahren hat sich die Basale Stimulation als ein Förderkonzept für schwer- und mehrfach behinderte Kinder und Erwachsene bewährt.
Gemeinsam mit der Krankenschwester und Diplompädagogin Christel Bienstein wurde dieses Konzept in den 80er Jahren in die Pflege übertragen und etabliert sich mittlerweile erfolgreich in vielen Bereichen der Pflege.
Seit 1999 wird dieses Förderkonzept im Klinikum Kassel in der Neuropädiatrie und der Kinderklinik, sowie seit dem Frühjahr 2000 auf der Operativen Intensivstation in kleinen Schritten in die Pflege integriert.  

Die Basale Stimulation ist eine in die üblichen Pflegemaßnahmen integrierte Therapie. Durch Berührung nimmt die Pflegeperson z.B. mit dem Komapatienten Kontakt auf. Sie ermöglicht dem Erkrankten, eine Welt außerhalb seines Körpers wahrzunehmen und die Anwesenheit und Fürsorge eines anderen Menschen zu fühlen. Ziel der Basalen Stimulation in der Pflege ist die Begleitung und Förderung des kranken Menschen, des Behinderten in der Fähigkeit zur Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation. Die Basale Stimulation in der Pflege  von Patienten nach erlittenem Schlaganfall, schweren Kopfverletzungen, in der Rehabilitation, aber auch bei Sterbenden, verwirrten, immobilen und betagten Menschen gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Der Pflegeansatz der Basalen Stimulation berücksichtigt dabei die Individualität des Patienten und sieht die persönlichen Bedürfnisse als Schlüsselelement zur Genesung an. Die Förderung von z.B. bewusstseinsbeeinträchtigten Patienten ist darauf ausgerichtet, negative Einflüsse z.B. auf  der Intensivstation einzuschränken und postive Empfindungen zu vermitteln.

Das Gespräch mit den Angehörigen und eine damit verbundene biografische Anamnese ein wichtiger Baustein für den Förderplan. Bei einem Patienten der z.B Fußballfan ist, wird sein Umfeld mit lieb gewonnenen Fanartikeln bestückt.
Wichtig ist auch die Kenntnis über seine Schlafgewohnheiten, Lieblingsspeisen und Getränke. Je mehr man über den Patienten weiß, umso individueller fällt der Förderplan aus. So entseht ein fester Tagesplan, mit Ruhe- und Aktivitätsphasen, die einen Tag- und Nachtrhythmus gewährleisten.

Bei der Mundpflege wird mit bekannten Geschmacksstoffen gearbeitet, so kann man die Wachheit fördern. Die Komapatienten kommunizieren durch diese Anregungen mit Händedruck und nehmen Blickkontakt auf. Die ersten wichtigen Schritte zur Rehabilitation sind so erfolgreich gemacht.
Die stets vorhandene Fähigkeit zum Erleben, mit dem elementaren Bedürfnis nach Ausdruck und Kommunikation in der gegenwärtigen Lebenssituation und mit einer Identität, die sich sowohl geistig wie auch körperlich manifestiert, ist hierbei Grundlage.

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Weitere Informationen über die Basale Stimulation finden Sie im unter www.basale-stimulation.de