> Aktuelles > Presseinformationen > Archiv 2007 > Bad Arolsen. Bilder von Beschäftigen, die große Tü[...]
Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz  |  A  A  A 
 

Filmloses GNH-Krankenhaus Bad Arolsen
Röntgenbilder haben ausgedient

Bad Arolsen, 17.01.2007. Bilder von Beschäftigen, die große Tüten mit Röntgenbildern durch das Haus tragen, gehören im GNH-Krankenhaus Bad Arolsen der Vergangenheit an. Die Klinik hat eine neue Ausstattung der Röntgenabteilung mit entsprechendem Datenverarbeitungs-Equipment erhalten, so dass jetzt sämtliche Röntgenaufnahmen digital erstellt, bearbeitet und gespeichert werden. Investitionssumme insgesamt: über 300000 Euro.

Die neue Technik bringt zahlreiche Vorteile mit sich: Sie ist flexibler, schneller, mit geringerer Strahlenbelastung sowie umweltschonender als die bisher genutzten Filme und vereinfacht die Abläufe im Krankenhaus. „Die Röntgenstrahlen treffen jetzt nicht mehr auf einen Film, sondern auf einen ,Riesenchip’, erläutert der Ärztliche Direktor, Walter Knüppel. „Dieser ist für alle Aufnahmen geeignet - egal ob Herz, Lunge, Knie oder Füße – und daher sehr flexibel und außerdem schnell einsetzbar, weil keine Filmkassetten eingelegt werden müssen.“ Zudem wird Zeit gespart, weil die Entwicklung der Filme entfällt. Knüppel: „Was früher fünf Minuten gedauert hat, ist jetzt in zehn Sekunden erledigt.“ Auch die Qualität der Aufnahme lässt sich somit sofort kontrollieren. Für die Patienten und Patientinnen verringern sich dadurch eventuelle Wartezeiten.

Der Chip ist strahlenempfindlicher als die bisherigen Filme, so dass sich die Strahlenbelastung der Patienten um 10 bis 30 Prozent reduziert. Zudem wird dank der neuen Technik die Umwelt entlastet, weil keine Chemikalien für die Filmentwicklung anfallen. Das Sortieren, Archivieren und Transportieren der Röntgenbilder innerhalb des Hauses entfällt. Die Aufnahmen der vergangenen sechs Wochen sind im Bad Arolser Krankenhaus gespeichert, der Langzeitspeicher befindet sich in der Zentrale der Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) in Kassel.

Von jedem Arztzimmer, jedem Stationsarbeitsplatz und jedem Funktionsbereich ist der Zugriff auf die Röntgenbilder möglich, so dass die Kommunikation innerhalb des Krankenhauses vereinfacht wird. „Dabei ist natürlich sichergestellt, dass nur diejenigen Mitarbeiter Einblick nehmen können, für deren Arbeit dies notwendig ist“, betont Chefarzt Walter Knüppel. Die Leuchtschirme zum Betrachten von Röntgenbildern werden nur noch benötigt, wenn Patienten Bilder aus anderen Krankenhäusern oder Arztpraxen mitbringen oder es um ältere Aufnahmen aus dem Archiv geht.

Ganz auf ausgedruckte Röntgenbilder verzichtet das Krankenhaus jedoch noch nicht: Wenn Patientinnen oder Patienten ihre Aufnahmen zum einweisenden Arzt mitnehmen wollen, bekommen sie entweder eine CD oder einen Laserausdruck ihrer Röntgenaufnahmen.

 
Leiterin Unternehmens­kommunikation
Ulrike Meyer auf der Heide
Telefon 0561 980-4804
Telefax 0561 980-6870
E-Mail
Pressesprecherin
Gisa Stämm
Telefon 0561 980-4807
Telefax 0561 980-6870
E-Mail