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Neues Videocoloskop in Kreisklinik Helmarshausen

Mehr Qualität bei Darmspiegelung

Helmarshausen, 23.10.2006. Ein neues Videocoloskop hat die Kreisklinik Helmarshausen im Rahmen einer Geräteerneuerung angeschafft. „Es dient zur Spiegelung des gesamten Dickdarms und der angrenzenden Teile des Dünndarms. Gleichzeitig können mit dem Gerät Gewebeproben in einem Arbeitsgang genommen werden“, erklärt Dr. Alois Kubek, leitender Arzt der Inneren Abteilung. Außerdem könnten Polypen, die Vorstufe von Darmkrebs, erkannt und abgetragen werden und das Gerät könne zur Blutstillung im Darm benutzt werden. „Mit dem „Videocoloskop kann man Dickdarmkrebs erkennen“, erläutert Dr. Kubek weiter. Alle Arbeitsschritte können dank eines eingebauten Videomonitors auf einem Bildschirm verfolgt werden.

Die Auflösung des Gerätes bezeichnet der Arzt im Vergleich zu dem bisher in der Klinik eingesetzten als „erheblich besser“. Die Vorzüge des neuen Videocoloskops: Da alle Arbeitsschritte auf einem Bildschirm verfolgt werden können, können nicht nur die Untersucher, sondern auch weitere Personen die Untersuchung verfolgen. Die Videobilder können zur Dokumentation auf eine DVD aufgenommen werden. Das bietet zum Beispiel Vorteile bei der Vorbereitung eines eventuellen operativen Eingriffs.

Gekostet hat das Gerät mit Zubehör 30.000 Euro. Eine Zuzahlung zu den Leistungen der gesetzlichen wie privaten Krankenkassen ist nicht notwendig, wenn eine Patientin oder ein Patient mit dem Videocoloskop untersucht werden muss. „Zur Vorbereitung auf die Spiegelung muss der oder die zu Untersuchende eine Salzlösung trinken. Dabei kommt es zu einer vermehrten Darmentleerung und dadurch zur Darmsäuberung“, berichtet Dr. Kubek.

Zur Vorbeugung gegen Dickdarmkrebs rät der Arzt, ballaststoffreiche Kost mit möglichst geringem Anteil von tierischem Eiweiß zu sich zu nehmen. Wichtig sei auch, dass die Patientinnen und Patienten sich selbst beobachteten. So seien folgende Symptome als Alarmzeichen zu werten und sollten zu einem Arztbesuch führen: „Wenn der Stuhlgang häufig die Konsistenz wechselt, mal Durchfall, mal Verstopfung auftritt. Bei Blutungen aus dem Darm – auch wenn bereits Hämorrhoiden bekannt sind, diese aber schon länger nicht mehr untersucht wurden. Und bei allgemeiner Schwäche, die Folge von Blutarmut sein kann.“

Eine gute Methode der Entdeckung von versteckten Blutungen stelle der so genannte Hämocculttest dar. Hierbei sind drei Stuhluntersuchungen notwendig. „Ab dem 35. Lebensjahr sollte dieser Test jährlich erfolgen“, so der Mediziner. Er ist bei jedem Hausarzt und jeder Hausärztin möglich. „Um die Aussagekraft der Untersuchung zu verbessern, sollte der Patient vor der Stuhlprobe eine ballaststoffreiche Diät zu sich nehmen und kein rotes Fleisch essen“, sagt Kubek. Ein positives Ergebnis erfordere weitere Untersuchungen und unter anderem auch eine Dickdarmspiegelung.

 
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