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Bad Arolser Krankenhaus: Schon wieder: Goldfund in der Lunge

Bad Arolsen, 20.10.2006.  Einer Patientin ist im Bad Arolser Krankenhaus mit Hilfe einer Bronchoskopie (Lungenspiegelung) eine Goldkrone aus der Lunge entfernt worden. Diese hatte sie offensichtlich vor rund zwei Jahren eingeatmet und nichts davon bemerkt. Eine Operation konnte ihr dank der erfolgreichen Bronchoskopie erspart bleiben. Erst vor gut einem Jahr war im Bad Arolser Krankenhaus eine Goldkrone aus der Lunge eines Patienten geborgen worden.

Da staunte die 80-jährige Patientin im Krankenhaus Bad Arolsen nicht schlecht, als ihr die Stationsärztin eröffnete, sie habe einen Fremdkörper in der linken Lunge. Auf den Röntgenbildern sei dieser auf der linken Lungenseite eindeutig zu erkennen. Dabei war die Patientin doch eigentlich wegen ganz anderer Beschwerden ins Krankenhaus gekommen. „Hatten Sie eine Kriegsverletzung oder einen Unfall?“ wurde nachgefragt. Aber diesbezüglich winkte die Frau ab. „Keinerlei Beschwerden, weder Schmerzen noch Husten“, gab die Patientin an.

Walter Knüppel, seit vier Jahren Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin, untersuchte mit einer Videoendoskopie das Bronchialsystem von innen. Er entdeckte im linken Lungenunterlappen ein zahnähnliches Gebilde von Narbengewebe umschlossen. Mit gewöhnlichen Zangen war es nicht möglich, den Fund zu entfernen.

Somit wurde mit einer in Vollnarkose durchgeführten starren Bronchoskopie, die sich schon vor einem Jahr zur Bergung einer Goldkrone aus der Lunge bewährt hatte, mit Spezialzangen und Kombination mit flexiblen Bronchoskopen der Fremdkörper herausgeholt. Dies gestaltete sich zunächst schwieriger als gedacht, war doch der Zahn mit einem Stiftanteil tief in das Gewebe eingewachsen. Endlich konnte der Lungenfacharzt mit Geschick und Ausdauer den Zahn bergen, der etwa zu 50 Prozent aus Gold bestand.

„Vor etwa zwei Jahren habe ich eines Morgens einen Zahn vermisst“ erinnerte sich nun die erfreute Patientin, war sie doch gerade eben einer großen Lungenoperation entgangen.

Fremdkörper in den Bronchien sind selten, insbesondere solch lange und symptomfreie Verläufe, kommentiert Chefarzt Knüppel. Normalerweise sorgten der Kehlkopf und der Hustenreflex dafür, dass nichts Fremdes in die Bronchien eintritt beziehungsweise dort verbleibt. Andauernder Husten oder Veränderungen auf dem Röntgenbild der Lunge sollten daher unbedingt fachärztlich geklärt werden, so der Internist und Lungenfacharzt. „Als Klinik mit pneumologischem Schwerpunkt sind wir für solche Fragen bestens eingerichtet.“

 
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