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Minimal-invasive Hüftotalendoprothetik

Nach Hüftprothesen-Einsatz wieder flott auf den Beinen

Kassel, 28.11.2006. Im Klinikum Kassel wird die Mehrzahl der Hüftprothesen inzwischen mit einer schonenden minimal-invasiven Operationstechnik eingebracht. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Techniken kann der Chirurg durch andere Zugangswege und Instrumentarien auf eine Durchtrennung und Ablösung der Muskulatur verzichten. Dadurch haben die Patienten weniger Schmerzen und kommen deutlich schneller wieder auf die Beine.

Was in anderen – zum Teil auch großen orthopädischen - Kliniken noch nicht angedacht ist, ist in der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie des Klinikums Kassel (Chefarzt Dr. Manfred Raible) bereits Routine: Die minimal- invasive Hüftgelenkoperation zum Hüftgelenkersatz ist ein Standardeingriff. Wenn das Hüftgelenk stark abgenutzt ist (Arthrose) und beim Laufen erhebliche Schmerzen verursacht, bleibt oft nichts anderes übrig, als das alte Gelenk durch ein künstliches zu ersetzten. Gleiches gilt für Patientinnen und Patienten die durch Unfallfolgen ein neues Hüftgelenk benötigen. In Deutschland erhalten jedes Jahr etwa 100 000 Menschen erstmals ein neues Hüftgelenk.

Bislang mussten sich die Betroffenen auf eine große Operation mit höherem Blutverlust, Bluttransfusionen und eine lange Nachbehandlungsphase einstellen. Neben dieser herkömmlichen Operationsmethode stellt die im Klinikum Kassel durchgeführte minimal-invasive Operationstechnik mit Zugang von vorn (statt von hinten oder der Seite) ein schonendes Operationsverfahren dar. Der entscheidende Unterschied ist die besondere Schonung der Weichteile, das heißt der Muskeln und Sehnen, erläutert Dr. Bodo von Ditfurth, leitender Oberarzt der Klinik.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Operationsmethode kann der Chirurg mit einer stumpfen Dehnung und der Spreizung des Gewebes in den natürlichen anatomischen Muskelspalten auf eine Durchtrennung oder Ablösen des Muskelgewebes verzichten. Hierdurch kommt es zu geringerem Blutverlust, kürzerem Hautschnitt und in der Regel weniger Schmerzen nach der Operation. Auch sind die Patienten rascher mobil und beweglich. Der Aufenthalt in der Klinik kann so verkürzt werden, die Mobilisation, Belastbarkeit und Rehabilitation gehen schneller voran und die Wiedereingliederung in den Alltag ist leichter möglich.

Eingesetzt werden ausschließlich moderne, hochwertige zementfreie und zementierte Implantate, die sich besonders gut für das minimal-invasive Verfahren eignen und sich über Jahrzehnte bei der herkömmlichen Operationsmethode bewährt haben. Eine spezielle Fortbildung der Operateure der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie mit einem abschließenden Zertifikat in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik in Innsbruck ermöglicht einen hohen Standard des Eingriffs.

„Wir sind von dem minimal-invasiven Hüftgelenksersatz so überzeugt, dass wir ihn inzwischen bei über der Hälfte der Operationen nutzen“, so Dr. von Ditfurth. Zu den überzeugten Patienten und Patientinnen gehört auch Elise Rücker (82), der im Juli mit dem schonenden Verfahren ein neues Hüftgelenk eingesetzt wurde. Schon während ihres Klinikum-Aufenthaltes kam sie ohne eine Gehhilfe aus und konnte Treppen steigen. „Es ist nur ein kleiner Schnitt von wenigen Zentimetern, die Narbe ist ganz toll verheilt und ich konnte ganz schnell alles wieder machen – sogar gleich nach der Reha wieder zum Kegeln gehen.“

Zusammenfassung:
Minimal-invasive Hüfttotalendoprothese und Schonende Operationstechnik zum Einbringen eines künstlichen Hüftgelenks. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Techniken kann der Chirurg durch andere Zugangswege und Instrumentarien auf eine Durchtrennung und Ablösung der Muskulatur verzichten. Hieraus ergeben sich folgende

Vorteile:

Foto: Elise Rücker, der bei einer minimal-invasiven Operation ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt wurde, mit Dr. Bodo von Ditfurth, Leitender Oberarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, vor ihren Röntgenbildern

 
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