> Aktuelles > Presseinformationen > Archiv 2006 > Kassel. Am Klinikum Kassel hat ein Zentrum für Med[...]
Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz  |  A  A  A 
 

Klinikum Kassel

Medizinisches Versorgungszentrum in Betrieb

Kassel, 18.10.2006. Am Klinikum Kassel hat ein Zentrum für Medizinische Versorgung (ZMV) seinen Betrieb aufgenommen. In den beiden Bereichen Laboratoriumsmedizin und Nuklearmedizin sind insgesamt zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Ärztliche Leiter sind Dr. Matthias Scholz für den Bereich Labormedizin und Dr. Knut Liepe für die Nuklearmedizin.

Medizinische Versorgungszentren sind Einrichtungen für eine fachübergreifende Zusammenarbeit unterschiedlicher medizinischer Fachgebiete, die seit 2004 auch in den alten Bundesländern gegründet werden können. Ende Juni 2006 gab es fast 500 Medizinische Versorgungszentren in allen Bundesländern, von denen rund ein Drittel an Kliniken gegründet wurden, die übrigen sind in Trägerschaft von Vertragsärzten.

Der Bereich Laboratoriumsmedizin des ZMV bietet das gesamte Spektrum der Labordiagnostik für niedergelassene Ärzte sowie Krankenhaus-Ambulanzen an. Dringende Untersuchungen sind rund um die Uhr möglich, außerhalb der Dienstzeit besteht eine ärztliche Rufbereitschaft. Das Leistungsspektrum umfasst die Untersuchung von Stoffwechselprodukten (Klinische Chemie), die Analyse von Blutgerinnungsfaktoren (Hämostaseologie), die maschinelle und mikroskopische Erstellung von Blutbildern (Hämatologie), die Bestimmung von viralen und bakteriellen Antikörpern (Infektionsseroglogie) sowie die Anzucht und mikroskopische Diagnostik von Bakterien (Bakteriologie). Für diese Aufgaben stehen neben den klassischen Verfahren auch die neuesten technischen Analysengeräte zur Verfügung.

Der Bereich Nuklearmedizin des ZMV bietet die komplette nuklearmedizinische Diagnostik sowie die ambulante Therapie an. Für die Diagnostik werden untersuchungsspezifische Substanzen mit einer geringen Menge eines radioaktiven Stoffes in die Vene des Patienten injiziert. Die Strahlung der radioaktiven Substanz (Radiopharmaka) gestattet es, das Radiopharmakon mit sogenannten Gamma-Kameras zu „beobachten“ , woraus Rückschlüsse auf die Organfunktion(Szintigraphie) möglich sind. Mit Hilfe dieser Untersuchungen können die verschiedenen Organfunktionen dargestellt werden (zum Beispiel Skelett, Niere, Herz, Leber, Speiseröhre, Magen) oder nach Tumoren und Metastasen gesucht werden. Die wichtigsten Funktionsuntersuchungen betreffen die Schilddrüse, die Knochen, das Lymphsystem, das Gehirn (besonders bei Parkinsonscher Erkrankung), die Leber, die Herzmuskeldurchblutung, die Lungenventilation/ -perfusion und die Tumordiagnostik.

Die ambulante Therapie bietet sich bei Gelenkentzündungen / Gelenkergüssen an (Radiosynoviorthese), die besonders bei der Rheumatoid- und Polyarthritis auftreten, oder bei Schmerzen infolge einer Knochenmetastasierung als palliative Schmerztherapie an.




 
Leiterin Unternehmens­kommunikation
Ulrike Meyer auf der Heide
Telefon 0561 980-4804
Telefax 0561 980-6870
E-Mail
Pressesprecherin
Gisa Stämm
Telefon 0561 980-4807
Telefax 0561 980-6870
E-Mail
Pressereferent
Martin Schmidt
Telefon 0561 980-4898
Telefax 0561 980-6870
E-Mail