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Hofgeismar:
Blick in den Bauch

Testlauf für mobiles Ultraschall-Gerät im Rettungsdienst in Hofgeismar

Hofgeismar, 26.08.05. Mehr als drei Kilogramm schwer, kompakt, handlich und robust verarbeitet: Seit einigen Wochen ist das mobile Ultraschall-Gerät im Rettungsdienst des Altkreises Hofgeismar im Einsatz. Stationiert an der Kreisklinik Hofgeismar erlaubte es den Notärzten bisher vier Mal den Blick in den Körper verunglückter oder plötzlich schwer erkrankter Patienten.

Das mobile Ultraschall-Gerät, das derzeit im Hofgeismarer Rettungsdienst getestet wird, ist ein Novum in der Notfallmedizin: Mit dieser Technik kann der Arzt sofort erkennen, ob der Patient innere Verletzungen erlitten hat. Hinweis darauf gibt so genannte freie Flüssigkeit zum Beispiel in der Herzgegend oder im Bauchraum, wobei es sich meist um Blut handelt. Stellt der Notarzt ein solches Alarmzeichen fest ist besondere Eile geboten, denn der Patient muss dringend zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus transportiert werden.

Neben der Zeitersparnis durch diesen ersten Befund liegt ein weiterer großer Vorteil des Ultraschall-Geräts darin, dass noch gezielter in eine bestimmte Klinik angesteuert werden kann. Wird beispielsweise eine Blutansammlung in der Herzgegend diagnostiziert, wird der Notarzt sofort für ein Krankenhaus mit Thoraxchirurgie auswählen. „Unsere Entscheidungen können sehr viel schneller und sicherer getroffen werden“, fasst Dr. Christian Feine, Anästhesist in der Kreisklinik Hofgeismar und Koordinator für das Notarztwagen-System, seine Erfahrungen und die seiner Kollegen zusammen.

Die neue mobile Technik ist freilich nicht nur in einem Rettungswagen einsetzbar sondern kann auch direkt zum Verletzten gebracht werden, etwa wenn es sich um ein in ein Auto eingeklemmtes Unfallopfer handelt. Stellt sich dann während der Untersuchung mit dem Ultraschall-Gerät heraus, dass der Verunglückte inneren Verletzungen erlitten hat, muss seine Rettung deutlich schneller erfolgen.

Das Notarzt-System im Altkreis Hofgeismar organisiert die Kreisklinik Hofgeismar gemeinsam mit dem DRK Kreisverband Hofgeismar. Zuständig für die Alarmierung ist die Rettungsleitstelle in Kassel. Die Notärzte der Kreisklinik Hofgeismar werden pro Jahr zu rund 1000 Einsätzen gerufen.



 
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