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Halmershausen

Traditionelle Chinesische Medizin in der Kreisklinik Helmarshausen: Heilung auf dem sanften Weg

Helmarshausen, 31.08.05. Immer mehr Kranke entdecken die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) als ihren individuellen Weg zur Gesundheit, weil die westliche Schulmedizin ihnen nicht ausreichend helfen kann. Entsprechend der Nachfrage steigt die Zahl der Anbieter von TCM, überwiegend handelt es sich dabei um private Kliniken oder niedergelassene Therapeuten. Als eines von wenigen Akut-Krankenhäusern in Deutschland bietet die Kreisklinik Helmarshausen ihren Patienten diese jahrtausendealte fernöstliche Heilkunst, deren Wirksamkeit in zahlreichen wissenschaftlichen Studien mittlerweile belegt ist.

Ein Studium der westlichen Medizin, ein Studium der Chinesischen Medizin und intensive Erfahrungen als Chirurg: Dr. Dietrich Wilke, leitender Arzt in der Chirurgie der Kreisklinik Helmarshausen, praktiziert seit mehreren Jahren TCM, und ein wachsender Zustrom von Patienten bestätigt seinen Erfolg.

Wilke diagnostiziert seine Patienten auf fünf verschiedene Arten: Befragen, Hören, Riechen, Betrachten – vor allem der Zunge – und Betasten, hier insbesondere die Pulsdiagnostik. Auf diese Weise und in Kombination mit den westlichen klinischen Diagnostika wie Blut- oder Röntgenuntersuchung, gewinnt er ein umfassendes Bild von der Ursache der Erkrankung und entscheidet anschließend, welche Form der westlichen oder östlichen Behandlung am Sinnvollsten ist.

Die bei uns bekannteste Behandlungsmethode Akupunktur ist nur ein Teil der gesamten TCM-Palette. Mit dazu gehören die klassische chinesische Arzneimitteltherapie, Ernährungslehre, Qui Gong und Tai Chi-Gymnastik sowie die Tuina-Manualtherapie (Klopfen, Strecken, Ziehen usw.). Körperarbeit und Tuina-Therapie werden bisher noch nicht in der Kreisklinik Helmarshausen angeboten.

Gerade weil Akupunktur am meisten nachgefragt wird, wird mit der heilenden Kraft der Nadeln „am meisten Scharlatanerie betrieben“, kritisiert Wilke. Akupunktur sei kein „bloßes Nadeleinstechen in Punkte nach Zentimeter-Angaben“. Wissenschaftlich betrachtet existierten solche Punkte ebenso wenig wie Meridiane auf der Haut, sondern die Nadeln werden in bestimmte anatomische Strukturen, zum Beispiel Muskeln gesetzt, der ausgelöste Nervenreiz stimuliert über das Rückenmark die Hirnstrukturen und das autonome Nervensystem.

Diese für jeden Patienten individuell angewandte Technik verlange entsprechende anatomische und neurophysiologische Kenntnisse und damit ein westliches Medizinstudium, ergänzt mit einem mehrjährigen Studium der TCM, betont Wilke: „Das Besuchen einiger Akupunktur-Kurse reicht nicht. Als seriöser Behandler würde mich niemals nur auf die Diagnostik nach chinesischer Art verlassen“, denn ein Tumor oder auch chronische Kopfschmerzen zum Beispiel könnten so weder gründlich diagnostiziert noch ausreichend behandelt werden. Zu einem qualifizierten Befund und zur Therapie gehöre vielmehr immer die wissenschaftliche Absicherung, „und so wird TCM auch in China selbstverständlich praktiziert“.

Entscheidend bei TCM ist, dass jedes Therapeutikum jeweils speziell konzipiert wird. Je nach Diagnose, Alter des Patienten und Stadium seiner Erkrankung wird für ihn in der Kreisklinik Helmarshausen die TCM-Rezeptur aus Akupunktur, Arzneimitteln und Ernährungslehrer individuell gemixt. Grundsätzlich sei TCM für alle Erkrankungen und Symptome, zumindest als Ergänzung, sinnvoll, erklärt Wilke, insbesondere auch zur Prophylaxe etwa gegen Bluthochdruck.

Die Liste der Anwendungsgebiete, bei denen sich die positive Wirkung der TCM erwiesen hat, ist lang. Patienten sollte jedoch bewusst sein, sagt Wilke, dass die chinesische Heilkunst, dieser sanfte Weg zur Gesundheit, mehr Geduld verlange als das Schlucken einer synthetischen Pille. Vor allem das Lindern oder Heilen von chronischen Erkrankungen und bei älteren Patienten dauere eine längere Zeit als bei akuten Erkrankungen und jüngeren Menschen.



 
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