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Deutsches Jahr in Japan 2005/2006 - Projekt Telemedizin
in der Neurochirurgie

Telekonferenz mit Kollegen in Japan

Kassel/Gießen/Tokio, 22.09.05. Eine Videokonferenz mit vier japanischen und zwei deutschen Kliniken findet am Donnerstag, 29. September, im Klinikum Kassel statt. Sie ist Kern des von der hessischen Landesregierung geförderten Projektes "Telemedizin in der Neurochirurgie in Deutschland und Japan". An dem technisch aufwändigen und wissenschaftlich bedeutsamen Projekt sind die Kliniken für Neurochirurgie des Klinikum Kassel sowie des Universitätsklinikum Gießen und Marburg beteiligt.

Nachdem sich Japan in den Jahren 1999 und 2000 in Deutschland mit einem viel beachteten „Japan-in-Deutschland-Jahr“ einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt hat, veranstaltet die Bundesregierung nun das „Deutsche Jahr in Japan 2005/2006“. Deutschland wird sich mit einer Vielzahl herausragender kultureller Ereignisse, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Projekte in Japan präsentieren, um mit einem neueren und frischeren Deutschlandbild neues Interesse zu wecken für die traditionell sehr guten Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Mit mehr als 300 Veranstaltungen soll gezeigt werden, dass Deutschland nicht nur ein leistungsstarker Wirtschaftsstandort und eine besondere Kulturnation ist, sondern auch ein Land der Ideen, der Kreativität, der Kunst und der Lebensfreude (aus dem Grußwort des Botschafters zum Deutschland-Jahr).

Auch die Hessische Landesregierung beteiligt sich an diesem „Deutschen Jahr in Japan“.

Eines der von der Hessischen Landesregierung geförderten Projekte heißt „Telemedizin in der Neurochirurgie in Deutschland und Japan“. Ziel des Projektes ist es, die Möglichkeiten telemedizinischer Anwendungen in der Neurochirurgie in Deutschland in Japan vorzustellen, zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen und einen Erfahrungsaustausch zwischen deutschen und japanischen Kliniken zu ermöglichen.

Teilnehmende Kliniken sind:


Für die technische Infrastruktur und das Datenmanagement zeichnet verantwortlich die Abteilung für klinische Administration und Datenverarbeitung des Universitätsklinikum Gießen & Marburg, Standort Gießen, Prof. Kurt Marquardt.

Die Telekonferenz wird am Donnerstag, 29. September 2005, stattfinden. Hier werden die genannten Institutionen per Videokonferenz zusammengeschaltet. Aufgrund der Zeitverschiebung wird die Veranstaltung in Japan zwischen 15 Uhr und 19 Uhr und in Deutschland zwischen 8 Uhr und 12 Uhr stattfinden.

Nach kurzen Übersichtsreferaten über den Stand der Telemedizin in Deutschland und den Stand der Telemedizin in Japan sowie einem Referat über „Health Base“ wird jedes Zentrum ausgewählte Fälle zur Diskussion stellen. Dabei kann von jedem Standort aus diskutiert und nachgefragt werden. Auch sind alle Originalpatientenunterlagen an allen Stellen einsehbar.

Diese Falldiskussion erfolgt auf Basis des Gießener Projektes "Health Base“. Bei „Health Base“ handelt es sich um eine digitale internetbasierte Krankenakte. Im „Health Base“ können die Originaldatensätze von Untersuchungen eingestellt werden, so dass der als Konsilarzt oder Experte konsultierte Arzt die Originalinformationen in vollem Umfang und Originalqualität zur Verfügung hat. Gleichzeitig bietet „Health Base“ den behandelnden Ärzten eine direkte Interaktionsmöglichkeit durch parallele Audiovideokommunikation via Internet (detaillierte Informationen zum Gießener Projekt „Health Base“ in der Anlage).

Von Technikern der Abteilung von Prof. Marquardt wurden im September an allen Zentren, insbesondere auch an den japanischen Kliniken, „Health Base“ installiert und die Voraussetzungen für die Telekonferenz geschaffen.

Diese Telekonferenz ermöglicht über alle Grenzen hinweg einen Erfahrungsaustausch und die Diskussion über seltene schwierig zu behandelnde Erkrankungsbilder. Dieser Erfahrungsaustausch ist mit japanischen Kliniken aus einem ganz besonderen Grund von Interesse. In Japan sind neurovaskuläre (Nerven- und Gefäßsystem betreffende) Erkrankungen um ein vielfaches häufiger als in unseren geographischen Breiten, so dass die japanischen Neurochirurgen ausgewiesene Spezialisten in der Behandlung solcher Erkrankungen sind. Umgekehrt sind japanische Neurochirurgen erst am Beginn, die Wirbelsäulenchirurgie in ihr Fachgebiet zu integrieren. So waren zum Beispiel drei japanische Neurochirurgen der Showa-Universität an der Neurochirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Gießen bei Herrn Prof. Böker für jeweils zwei Jahre, um Erfahrungen in der Wirbelsäulenchirurgie zu sammeln und diese in ihrer Heimatuniversität zu etablieren.

PD. Dr. Deinsberger, Prof. Böker und Prof. Marquardt sind überzeugt: „Wir alle werden von dieser Konferenz profitieren und sicherlich einiges Neues erlernen und hoffen, auch mit unseren Erfahrungen, anderen weiterhelfen zu können.“

Im Rahmen dieser Telekonferenz werden sich die Leiter der Kliniken der beteiligten Zentren in Tokyo treffen und dort die Vor- und Nachteile der Telemedizin bzw. zukünftige Projekte diskutieren.

Interessierte an der Konferenz können am Donnerstag,
29. September, von 8 bis 12 Uhr gern vorbeischauen,
bitte melden bei Frau Stämm, Telefon 0561/980-4807.

 
Leiterin Unternehmens­kommunikation
Ulrike Meyer auf der Heide
Telefon 0561 980-4804
Telefax 0561 980-6870
E-Mail
Pressesprecherin
Gisa Stämm
Telefon 0561 980-4807
Telefax 0561 980-6870
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