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Bundesweite Jahrestagung

Kassel ist Treffpunkt von 600 MTAs

Kassel, 30.09.05. Die bundesweite Jahrestagung der Medizinisch technischen Assistenten/Assistentinnen findet am 30. September/1. Oktober in Kassel statt. Rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden bei den 28. Morphologie-Histologie Tagen erwartet. Diesjähriges Thema: Aufarbeitung von Tumoren der Lymphdrüsen, der Haut und der Prostata

Zur Feststellung von Tumorerkrankungen werden jährlich von Ärzten viele Tausende Gewebe- und Zellproben entnommen. Diese werden in spezialisierten Einrichtungen, in der Regel in Instituten für Pathologie, aufgearbeitet und auf Gut- oder Bösartigkeit hin untersucht. In Deutschland wird praktisch kein Tumorpatient operiert, weiter medikamentös oder mit Strahlen behandelt, ohne dass der Pathologe zuvor die Diagnose „Krebs“ gesichert hat.

Die mit der technischen Aufarbeitung medizinischer Proben befassten Personen aus ganz Deutschland treffen sich nun zum zweiten Mal in Kassel zur Weiterbildung. Die Initiative dazu ging von Prof. Josef Rüschoff, Direktor des Institutes für Pathologie im Klinikum Kassel, aus. Ihm ist es gelungen, die Deutsche Gesellschaft für Pathologie, den Berufsverband der Pathologen sowie den Deutschen Verband Technischer Assistenten/innen in der Medizin e.V. (dvta) als Veranstalter dafür zu gewinnen, die Jahrestagung nach Kassel zu verlegen.

Dieses Jahr stehen drei wichtige Tumorerkrankungen im Vordergrund: Erstmalig befasst sich der Kongress mit den bösartigen Lymphdrüsentumoren (maligne Lymphome). Wenngleich diese Neubildungen nur etwa sechs Prozent aller Krebsformen in Deutschland ausmachen (an achter Stelle bei Männern und an zehnter Stelle bei Frauen), ist die Aufarbeitung und Diagnostik von Lymphknotenerkrankungen besonders schwierig und aufwändig. Mit Prof. Harald Stein, Universitätsklinikum Benjamin Franklin, Berlin, und Prof. Hans-Heinrich Kreipe, Medizinische Hochschule Hannover, konnten zwei international herausragende Pathologen als Vertreter dieses Themenbereiches gewonnen werden.

Einen weiteren Tagungsschwerpunkt wird die Aufarbeitung von Hautproben zur Diagnose des schwarzen Hautkrebs (Melanom) bilden. Hierzu werden die Erfahrungen aus dem Klinikum Kassel von Prof. Rainer Rompel, Direktor der Hautklinik, und Prof. Josef Rüschoff vorgestellt. Den Abschluss der Tagung wird die inzwischen häufigste Krebserkrankung des Mannes, das Prostatakarzinom, bilden. Hier geht es vor allem um die Aufarbeitung von Stanzproben, die der Urologe bei Verdacht auf Krebs aus der Vorsteherdrüse des Mannes entnimmt.

Der Kongress dient dem Erfahrungsaustausch der MTAs. Darüber hinaus besteht auch aufgrund von zahlreichen Industrieausstellern die Gelegenheit, sich in praktischen Workshops mit den neuesten technischen Geräten und Verfahrensentwicklungen vertraut zu machen. Die Zahl der teilnehmenden Firmen aus der Medizintechnik-Industrie liegt in diesem Jahr mit ca. 40 Firmen besonders hoch.

 
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