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„Raum der Stille“ auf der Herzchirurgischen Intensivstation

Ruhe finden in lichter Gartenidylle

Kassel, 17.10.05. Ein Raum der Stille ist auf der Herzchirurgischen Intensivstation des Klinikum Kassel eingeweiht worden. Mit Hilfe des Kasseler Baukünstlers Werner Krömeke wurde ein fensterloser Raum in ein Schmuckstück verwandelt, in dem Angehörige sich in aller Ruhe zurückziehen können.

Intensivstationen sind die Hochburg der Medizintechnologie – viele Geräte überwachen Patienten und helfen ihnen, schwere Krankheiten oder Operationen zu überstehen. Hochqualifiziertes pflegerisches und medizinisches Personal steht rund um die Uhr für sie bereit ... auch für die bangen Fragen der Angehörigen.

Warteräume oder Wartezonen sind nicht alltäglich auf Intensivstationen, oftmals stehen Angehörige auf zugigen Gängen alleingelassen mit ihren Sorgen. Im Klinikum Kassel hat man sich bereits früh dieses Themas angenommen. Auf der herzchirurgischen Intensivstation hat man sich besonders um die oft „vergessenen Partner“, die Angehörigen, Gedanken gemacht. Ein ehemaliger, dunkler Lagerraum wurde mit Hilfe des Kasseler Baukünstlers Werner Krömeke in einen „Raum der Stille“ umgestaltet. Der Blick schweift in eine lichte Gartenidylle, warme Holztöne, bequeme Stühle, ein leise plätschernder Brunnen und eine Skulptur des Bildhauers F.M. Kronibus aus Kassel verschaffen dem Besucher den Eindruck in einem ruhigen, stillen Kunstwerk zu verweilen. Abgeschirmt von der lebenserhaltenden Technik. Hier ist Platz für ein Gespräch, ein Gebet, zur Einkehr und Beruhigung – hier ist auch Platz für ein Abschiednehmen in menschlicher Würde.

Diese gelungene Umgestaltung war nur möglich durch die vielen Ideen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Herzchirurgischen Intensivstation – man kümmert sich eben nicht nur medizinisch um das operierte Herz, dort hat man ein Herz. Nicht nur für die Patienten, sondern auch für die oft vergessenen Partner einer intensivmedizinischen Behandlung, die Angehörigen.

Die Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie (Direktor Dr. Hermann Sons) im Klinikum Kassel hat 1994 ihren Betrieb aufgenommen. Seitdem wurden auf der Herzchirurgischen Intensivstation weit über 10.000 Patientinnen und Patienten behandelt und betreut. Zu den Schwerpunkten gehören unter anderem Bypassoperationen, Eingriffe an den Herzklappen, Implantation sämtlicher Schrittmacher und rekonstruktive Eingriffe an der Aorta.

Werner Krömeke hat Architektur, Malerei, Farbenpsychologie und Kunstgeschichte studiert. Er war zunächst als freiberuflicher Architekt und Maler in Kassel tätig, bevor er sich auf die Architekturmalerei konzentrierte. Seit 1995 bietet er im Baukunststudio in Kassel baukünstlerische Beratung und Architekturmalerei für herausragende Bauten an. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind Frankfurt, Berlin, Düsseldorf und Chicago.

Ansprechpartner:

Dr. Andreas Fiehn,
Leitender Arzt der Kardioanästhesie,
Tel.: 0561-980-3062

 
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