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Weiteres Standbein für das Klinikum Kassel

Neue Klinik für Psychosomatik

Kassel, 30.11.05. Am Klinikum Kassel wird es ab 2006 eine neue Klinik geben: Am 2. Januar eröffnet die Tagesklinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit 15 Plätzen. Kassel ist nach Wiesbaden das zweite von vier Krankenhäusern der Maximalversorgung in Hessen, das nach dem Willen des Hessischen Sozialministeriums eine psychosomatische Abteilung in Betrieb nimmt. Es ist vorgesehen, die Tagesklinik später um eine psychosomatische Station mit 25 Betten zu ergänzen.

Bereits 2002 hatte das Klinikum Kassel die Planung des Sozialministeriums aufgenommen und sich mit der Einrichtung einer psychosomatischen Klinik beschäftigt. „Es war ein hartes Stück Arbeit“, versichert Klinikum-Geschäftsführer Wolfgang Schwarz. „Deshalb freue ich mich umso mehr, dass es gelungen ist, durch frühzeitige und intensive Bemühungen dieses Angebot am Klinikum Kassel zu etablieren.“ Weitere Angebote in Hessen sollen in Darmstadt und Fulda folgen.

„Mit dem zusätzlichen Angebot ist das Klinikum gut gerüstet, kranke Menschen in jedem Lebensalter in ihrer Einheit aus Körper und Seele zu sehen und zu behandeln“, so Dr. Johannes Kipp, Direktor des Ludwig-Noll-Krankenhauses und auch Facharzt für Psychotherapeutische Medizin. Er wird in Personalunion auch Direktor der neuen Klinik sein, die schrittweise aufgebaut wird. Vor Ort wird das therapeutische Team vom Leitenden Oberarzt Dr. Michael Groß geleitet. Die Psychosomatische Tagesklinik wird im Chirurgischen Zentrum einen Teil des dritten Geschosses im Ostflügel belegen, wo unter anderem Räume für Bewegungs- und Ergotherapie, ein Ruheraum und eine Wohnküche zur Verfügung stehen.

Grundsätzlich richtet sich das psychosomatische Angebot an Menschen, bei denen körperliche Störungen mit psychischen Belastungen im Zusammenhang stehen und sich gegenseitig verstärken. Ein Behandlungsschwerpunkt soll in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Essstörungen liegen, wobei hier die wohnortnahe Versorgung auch Familientherapie erlaubt, deren Wirksamkeit bei Essstörungen erwiesen ist.

Einen weiteren Schwerpunkt wird die Behandlung von Schmerzpatienten und –patientinnen mit somatoformen Störungen bilden, bei denen sich also die körperlichen Schmerzen und Beschwerden nicht ausschließlich mit organischen Befunden erklären lassen. Außerdem ist die Tagesklinik gedacht für Menschen, bei denen beispielsweise Angst und Depression mit körperlichen Störungen und Beschwerden verbunden sind. Die Behandlungsdauer psychosomatischer Krankheiten in der Tagesklinik gibt Dr. Kipp mit acht bis zehn Wochen an.

Das Therapiekonzept sieht eine Kombination von körperorientierten Verfahren mit analytisch orientierter Gesprächspsychotherapie vor, jeweils einzeln und in Gruppen. Der Tag beginnt gemeinsam mit Bewegungs- oder Entspannungstherapie. Bei einem zweiten Frühstück kann auch in der Gruppe über Sorgen und Erfolge des vergangenen Tages gesprochen werden. Danach erfolgen fachpsychotherapeutische Angebote. Nach dem Mittagessen (angesichts des Behandlungsschwerpunktes Essstörungen haben die gemeinsamen Mahlzeiten eine große Bedeutung) und einer kurzen Ruhepause stehen dann themenzentrierte Angebote im Vordergrund, bei denen es darum geht, zu lernen, wie mit Krankheitssymptomen besser umgegangen werden kann. Außerdem werden Formen der Körpertherapie und des Yogas dazu beitragen, dass die Patienten ihren Körper wieder positiv empfinden lernen.

Das neue Angebot wird mit dem im Klinikum bestehenden Konsiliar- und Krisendienst für Psychiatrie und Psychosomatik verzahnt, in dem zur Zeit drei Ärzte, eine Psychologin und eine Sozialarbeiterin arbeiten. Dieser Konsiliardienst ermöglicht, dass Menschen, die wegen körperlicher Beschwerden im Klinikum behandelt werden, eine umfassendere Diagnosestellung bekommen. Wenn es sich durch die psychosomatische Diagnostik ergibt, dass die therapeutischen Möglichkeiten weniger im körperlichen, sondern mehr im psychischen Bereich liegen, so trägt der Konsiliar- und Krisendienst mit einer richtigen Weichenstellung zu einer schnelleren Hilfe für die Patienten bei.

Zusätzlich zur Tagesklinik ist eine psychosomatische Station mit 25 Betten im 2. Geschoss des Ostflügels geplant. Entsprechende Anträge an das Sozialministerium und die Krankenhauskonferenz sind gestellt. Geschäftsführer Schwarz zeigte sich sehr zuversichtlich, dass auch diese Betten in den Krankenhausbedarfsplan aufgenommen werden und die Pflegesatzverhandlungen mit den Krankenkassen beginnen können.

 
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