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Hofgeismar

Mit der Sonde dem Darmkrebs auf der Spur

Hofgeismar, 13.02.2006. Darmkrebs ist in Deutschland mittlerweile die zweithäufigste bösartige Erkrankung. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin werden in jedem Jahr mehr als 66.000 Menschen mit dieser Diagnose konfrontiert, die Tendenz ist seit den 50-er Jahren beständig steigend. Darmkrebs ist eine tückische Erkrankung: Das Karzinom wird meist erst sehr spät erkannt, denn der Krebs wächst langsam über Jahre hinweg und sehr häufig, ohne Beschwerden zu verursachen. Schnelles und gezieltes Handeln ist deshalb sofort nach der ersten Diagnosestellung entscheidend für die Überlebenschance des Patienten.

Die Kreisklinik Hofgeismar hat jetzt mit dem Erwerb einer Rektalsonde einen entscheidenden Schritt zur umfassenden Diagnostik des Enddarmkrebses vollzogen: Die Sonde erlaubt den exakten Blick in den Enddarm des Patienten. Mit Hilfe von Ultraschall kann der behandelnde Arzt die genaue Lage und vor allem die Tiefe des Tumors in der Darmwand erkennen. „Die so genannte Sonographie-Untersuchung ist für den Patienten vollkommen schmerzfrei“, erklärt Dr. Hans-Ulrich Braner, Chefarzt der Inneren Abteilung der Kreisklinik Kassel. Zuvor mussten die Betroffenen zu dieser speziellen Diagnostik in eine Kasseler Klinik überwiesen werden.

Die Untersuchung mit der Rektalsonde erlaubt zudem die sofortige Entscheidung über die weiteren Behandlungsschritte: Je nach Schweregrad der Erkrankung Bestrahlung und Chemotherapie mit folgender Operation oder sofortiger operativer Eingriff. Alle diese Therapien bietet die Kreisklinik Hofgeismar bereits seit Jahren an.

Wie bei jeder anderen Tumorart, gilt auch für den Darmkrebs: Je früher die Erkrankung erkannt wird, umso höher sind die Überlebenschancen. Ab dem 55. Lebensjahr empfehlen die Krankenkassen deshalb ihren Versicherten eine jährliche Darmspiegelung (Koloskopie) zur Früherkennung. Sichtbar werden auf diese Weise nicht erst krankhafte Veränderungen im Darm, sondern bereits Darm-Polypen, die zu Krebszellen entarten können und somit einen Risikofaktor darstellen.

Wer an einer Darmkrebs- Früherkennungsuntersuchung teilnehmen möchte, sollte sich mit seinem Hausarzt in Verbindung setzen. Dieser kann in seiner Praxis eine Darmspiegelung vornehmen oder seinen Patienten dazu in ein geeignetes Krankenhaus, zum Beispiel in die Kreisklinik Hofgeismar, überweisen.

Als Risikofaktoren für Darmkrebs gelten neben einer familiären (genetischen) Veranlagung der in den Industrieländern hohe Konsum von Rind- und Schweinefleisch, der vergleichsweise geringe Verzehr von Gemüse, Obst und Salat, sowie Bewegungsmangel und Übergewicht.

Weitere Information:

Dr. Hans-Ulrich Braner,
Kreisklinik Hofgeismar,
Tel.: 05671 / 81 - 400 (Sekretariat der Inneren Abteilung).

 
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