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Bad Arolsen

Lungenkrebs rechtzeitig erkennen:  Autofluoreszenzbronchoskopie neues Verfahren im Bad Arolser Krankenhaus

Bad Arolsen, 19.04.2006. Mit dem für Nordhessen neuen Verfahren der Autofluoreszenzbronchoskopie, einer speziellen Lungenspiegelung, möchte das Krankenhaus Bad Arolsen, ein Unternehmen der Gesundheit Nordhessen Holding AG, zur frühzeitigen Erkennung von Lungenkrebs beitragen. Die neue zukunftweisende Methode wurde im Rahmen des Neubaus der Endoskopieabteilung etabliert und von Walter Knüppel, Chefarzt für Innere Medizin, bisher rund 100 Mal angewandt.

Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) ist der am häufigsten zum Tode führende Krebs bei Männern und der zweithäufigste bei Frauen. Wesentlicher Risikofaktor ist Zigarettenrauchen, denn rund 90 Prozent der Bronchialkarzinome sind eine Folge davon. „ Viele unterschätzen den blauen Dunst“, weiß Chefarzt Knüppel. Während rechtzeitig erkannte Tumorformen oft geheilt werden können, ist eine Behandlung fortgeschrittener Stadien des Bronchialkarzinoms äußerst problematisch. Die Autofluoreszenzbronchoskopie als spezielle Form der Lungenspiegelung ist besonders geeignet, um Krebserkrankungen im frühen Stadium zu erkennen.

Bei einer Lungenspiegelung, die im Bad Arolser Krankenhaus 300 bis 400 Mal pro Jahr erfolgt, wird das Bronchialsystem von innen untersucht. Dazu wird unter örtlicher Betäubung eine sehr dünner Schlauch (Durchmesser fünf Millimeter) durch die Nase in die Lunge geführt. Bei der Autofluoreszenzbronchoskopie werden die unterschiedlichen Reflexionseigenschaften der Bronchialschleimhaut genutzt, erläutert der Chefarzt. Gesunde Schleimhaut reflektiert Licht einer bestimmten Wellenlänge, während Tumorgewebe das Licht verschluckt und als dunkler Bereich erkennbar ist. Mit einer Spezialkamera kann so Krebsgewebe frühzeitig erkannt und dann behandelt werden.

Die Autofluoreszenzbronchoskopie erfolgt mit dem gleichen Gerät wie eine normale Lungenspiegelung, es wird lediglich auf eine andere Lichtquelle umgeschaltet. Daher ist für den Patienten oder die Patientin kein zusätzlicher Eingriff notwendig, die Dauer der Untersuchung verlängert sich lediglich um wenige Minuten. Da zudem keine Einnahme von chemischen Substanzen erfolgt, sondern allein der Wechsel der Lichtquellen genutzt wird, ist die Fluoreszenzdiagnostik für den Patienten vollkommen ungefährlich

Der Bad Arolser Chefarzt Knüppel empfiehlt eine Bronchoskopie, wenn anhaltender Husten auch nach vier bis sechs Wochen nicht weggeht, insbesondere wenn Risikofaktoren wie Rauchen hinzukommen. Denn im Frühstadium einer Lungenkrebs-Erkrankung gebe es meist keine typischen Symptome. Husten sei ein wichtiger Hinweis, könne aber auch andere Ursachen haben. Eine rechtzeitige Untersuchung bei Verdachtsfällen ist daher laut Knüppel von großer Bedeutung.

Grundsätzlich gilt jedoch: „Vorsorgen ist besser als Heilen!“ so der Lungenfacharzt, der sich auch für die Kampagne „Rauchfrei 2006“ in der Öffentlichkeit und an Schulen in Bad Arolsen engagiert.

Die Abteilung für Innere Medizin unter Leitung von Chefarzt Walter Knüppel hat mit dem neuen Verfahren ihre hochwertige pneumologische Ausstattung ergänzt und bietet mit ihrer hohen fachlichen Kompetenz den Patientinnen und Patienten ein umfassendes Diagnostik- und Therapiespektrum bei Lungenerkrankungen an.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Walter Knüppel,
Tel.: 05691-800161.

 
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