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Hofgeismar:
Knorpeltransplantation in der Kreisklinik Hofgeismar

Mit neuem Verfahren erfolgreiche Knie-Operationen

Hofgeismar. Der 15-jährige Janosch aus Grebenstein ist froh, dass es in der Kreisklinik Hofgeismar die Knorpeltransplantation gibt. Beim Fußballspiel hatte ihm ein Gegenspieler gegen das Bein getreten. Danach war das Knie stark angeschwollen und schmerzte sehr. Janosch konnte sich nur noch an Krücken und humpelnd fortbewegen. Dann kam die Diagnose: Knorpelschaden.

Dr. Thomas Sürig, leitender Arzt der Chrirugischen Abteilung in der Kreisklinik Hofgeismar, operierte vor einem Jahr den jungen Patienten mittels einer Knorpeltransplantation. Durchgeführt werden kann diese Art der Operation bei jüngeren Patienten bis zu einen Alter von 50-60 Jahren, die einen Unfall hatten und/oder einen begrenzten Knorpelschaden (maximal 30 Millimeter im Durchmesser) haben. Seit einem Jahr führt die Kreisklinik Hofgeismar Knorpeltransplantationen am Knie durch - bislang waren es insgesamt drei. Dr. Sürig zieht dazu eine positive Bilanz.

Bei der Knorpeltransplantation werden aus einem Gebiet der Oberschenkelrolle, wo der intakte Knorpel nicht unbedingt benötigt wird, ein oder mehrere Knorpelzylinder in einer Größe entsprechend dem Defekt entnommen. Danach wird die defekte Stelle vorbereitet, in die der Knorpel transplantiert werden soll, und zwar entsprechend der Dicke und Tiefe des Transplantates. Im Knorpeldefekt wird der darunterliegende Knochen ausgestanzt. Das Knorpeltransplantat ist im Durchmesser ein Millimeter größer als die ausgestanzte Stelle, so dass es nach dem so genannten Einbolzen fest mit dem umliegenden Knorpel verbunden ist. Bei größeren Defekten werden mehrere Stanzzylinder aneinander gesetzt.

Insgesamt bleiben die Patientinnen und Patienten nur ein paar Tage in stationärer Behandlung. Die Nachbehandlung des Beines mit Krankengymnastik dauert etwa acht Wochen. Die Patientinnen und Patienten können das Bein anfangs teilbelasten und dürfen und sollen das Gelenk bewegen. Denn durch das Bewegen gelangen Nährstoffe in den transplantierten Knorpel. Nach etwa sechs bis acht Wochen können die Operierten wieder voll belasten.

"Wenn keine Operation erfolgt, wird aus dem kleinen Knorpelschaden ein großer, nämlich eine Arthrose", erklärt Dr. Sürig. Durch die Anwendung der Knorpeltransplantation in Hofgeismar könne vermieden werden, dass Patientinnen und Patienten in weiter entfernte Kliniken verlegt werden müssen.

Mit dieser Art der Operation praktiziert die Kreisklinik Hofgeismar nach den Worten Dr. Sürigs die etabliertere von zwei Behandlungsvarianten der Knorpeltransplantation. Zudem übernehmen bei der Alternativmethode - Knorpel wird entnommen, im Labor angezüchtet und dann transplantiert - die Krankenkassen die Kosten in der Regel nicht.

Janosch jedenfalls kann wieder einwandfrei laufen und sogar Fußball spielen. Er ist mit der Operation vollauf zufrieden.

 
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