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Kreisklinik Wolfhagen:

Erste Geburt in neu installierter Gebärwanne

Wolfhagen. „Es war sehr schön“ und „der kleine Mann hatte einen schönen Start ins Leben“, sagt Sabrina Sonntag zu ihrer Unterwassergeburt in der gerade fertig installierten Gebärwanne in der Kreisklinik Wolfhagen. Eigentlich hatte sie die Geburt ihres Kindes so nicht geplant. Kurz vor der Geburt stehend, hatte sie sich zur Entspannung in die Gebärwanne gelegt. Dadurch entspannte sich die Beckenboden-Muskulatur und der Muttermund wurde derart geweitet, dass die Wehen angekurbelt wurden. „Die Pausen zwischen den Wehen sind im Wasser super entspannt. Man kann Kraft holen für die nächste Wehe“, erzählt die junge Mutter, die auch versucht hatte, die Wehen im Gehen und Stehen zu verarbeiten. Ebenso war die Unterwassergeburt, für die sie sich daraufhin entschied, so angenehm, dass sie keine zusätzliche Betäubung gegen mögliche Schmerzen brauchte.

Was Sabrina Sonntag berichtet, ist allgemeine Erfahrung: „Die Entbindungen in der Gebärwanne sind schneller, leichter und schmerzärmer durch das warme Wasser“, bestätigt der leitende Arzt der gynäkologischen Abteilung Dr. Axel Vetter. Auch käme es seltener zum Dammriss oder Dammschnitt, da das Gewebe weicher sei. Und die werdende Mutter habe mehr Einfluss auf den Wehenrythmus als im Bett. „Durch Wasser-Geburten wird es dazu kommen, dass weniger Schmerzbehandlungen eingesetzt werden müssen“, so Dr. Vetter, denn durch das Wasser würden weniger Schmerzen empfunden. Darüber hinaus sei die wasserbedingte Schwerelosigkeit für die Frauen angenehm.

„Wir sind überzeugt, dass das Wasser für viele Schwangere Vorteile bringt - ähnlich wie Akupunktur hat es einen Effekt auf das Bindegewebe. Außerdem ist die Wassergeburt stressärmer für das Kind“, erklärt der Arzt. Für den Nachwuchs ist die Unterwassergeburt auch deshalb unproblematisch, weil die Babys einen Schutzreflex haben: Erst wenn Luft an die Gesichtshaut kommt, fangen sie an zu atmen. Die Temperatur des Wassers in der etwa 1,60 Meter mal 1,20 Meter großen ovalen Wanne bestimmt übrigens jede Frau selbst.

„Wir möchten diese Möglichkeit zur Verfügung gestellt wissen. Jede Frau soll selbst bestimmen, wie sie gebären will“, sagt der Gynäkologe, der zusammen mit Dr. Marion Reif-Kaiser und Dr. Werner Prinz die Abteilung leitet, zu dem neuen Angebot. Die Belegschaft hofft, dass nun noch mehr Schwangere den Weg in die Kreisklinik Wolfhagen finden und dass noch mehr diese neue Möglichkeit zu gebären wahrnehmen. Zusätzliche Kosten gegenüber der Krankenkasse entstehen den Gebärenden durch diese Methode nicht.

Ansprechpartner:
Dr. Axel Vetter,
Leitender Arzt Gynäkologische Abteilung Kreisklinik Wolfhagen,
Tel.: 05692/40-700

 
Leiterin Unternehmens­kommunikation
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