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Klinikum Kassel baut Angebot aus

Tagesklinik für Psychosomatik offiziell eröffnet

Kassel. Im Klinikum Kassel wird heute offiziell eine neue Klinik eingeweiht: Die Tagesklinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit 15 Plätzen. Eine psychosomatische Station mit 25 Betten soll später dazukommen. Das Angebot richtet sich an Menschen, bei denen körperliche (somatische) Störungen mit psychischen (seelischen) Belastungen in Zusammenhang stehen und sich gegenseitig verstärken. Kassel ist nach Wiesbaden das zweite von vier Krankenhäusern der Maximalversorgung in Hessen, das nach dem Willen des Hessischen Sozialministeriums eine psychosomatische Abteilung eröffnet hat.

Mit der neuen Tagesklinik, die Anfang des Jahres in Betrieb gegangen ist, vervollständige das Klinikum Kassel sein Angebot der psychosomatischen Behandlung für Menschen aller Altersgruppen, so Klinikum-Geschäftsführer Wolfgang Schwarz. Das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld, eine Tochter des Klinikums, hat eine psychosomatische Station für Kinder. Das Gerontopsychiatrische Zentrum im Klinikum, das für Menschen ab etwa 55 Jahren gedacht ist, hält ebenfalls psychosomatische und psychotherapeutische Angebote vor.

Ein Schwerpunkt der neuen Tagesklinik liegt nach Angaben von Direktor Dr. Johannes Kipp, gleichzeitig Direktor des Ludwig-Noll-Krankenhauses und Facharzt für psychotherapeutische Medizin, in der Behandlung von Schmerzpatientinnen und -patienten mit somatoformen Störungen, bei denen sich also die körperlichen Schmerzen und Beschwerden nicht ausschließlich mit organischen Befunden erklären lassen. Im zweiten Schwerpunkt geht es um die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Essstörungen, wobei die wohnortnahe Versorgung auch Familientherapie ermöglicht. Außerdem ist die Tagesklinik für Menschen gedacht, bei denen beispielsweise Angst und Depressionen mit körperlichen Störungen und Beschwerden verbunden sind.

Das Therapiekonzept der Tagesklinik sieht eine Kombination von körperorientierten Verfahren mit analytisch orientierter Gesprächspsychotherapie vor, jeweils einzeln und in Gruppen, erläutert der Leitende Oberarzt Dr. Michael Groß. Der Tag beginnt gemeinsam mit Bewegungs- und Entspannungstherapie. Bei einem zweiten Frühstück kann auch in der Gruppe über Sorgen und Erfolge des vergangenen Tages gesprochen werden. Danach erfolgen fachpsychotherapeutische Angebote. Nach dem gemeinsamen Mittagessen, das angesichts des Behandlungsschwerpunktes Essstörungen eine große Bedeutung hat, und einer kurzen Ruhepause geht es bei thematischen Angeboten darum, wie mit Krankheitssymptomen besser umgegangen werden kann. Außerdem tragen Formen der Körpertherapie und des Yoga dazu bei, dass die Patientinnen und Patienten ihren Körper wieder positiv empfinden lernen.

Das neue Angebot wird mit dem im Klinikum bestehenden Konsiliar- und Krisendienst für Psychiatrie und Psychosomatik verzahnt. Dieser Konsiliardienst ermöglicht, dass für Menschen, die wegen körperlicher Beschwerden im Klinikum behandelt werden, eine umfassende Diagnose gestellt wird, bei der auch psychische und soziale Belastungen berücksichtigt werden. Wenn sich durch die psychosomatische Diagnostik ergibt, dass die therapeutischen Möglichkeiten auch im psychischen Bereich liegen, trägt der Dienst mit einer richtigen Weichenstellung zur schnelleren Hilfe für die Patientinnen und Patienten bei.

Das Hessische Sozialministerium möchte an vier Krankenhäusern der Maximalversorgung in Hessen Psychosomatische Abteilungen etablieren. Nach Wiesbaden und Kassel sollen weitere Angebote in Darmstadt und Fulda folgen.

 
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