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Tsunami-Gebiet

Klinikum unterstützt Bau einer Geburtsklinik

Kassel. Eine neue Geburtsklinik ist 15 Monate nach der Tsunami-Katastrophe in Beruwala an der Westküste Sri Lankas eröffnet worden. Als Hauptsponsor haben das Klinikum Kassel und die Beschäftigten der Gesundheit Nordhessen Holding AG die Verwirklichung dieses Projektes mit insgesamt 12.500 Euro unterstützt. Nachdem die frühere Geburtsstation von der Flut weggespült worden war, mussten die schwangeren Frauen in eine 20 Kilometer entfernte Klinik gebracht werden - zum Teil mit dem Fahrrad, weil das Geld für den Bus fehlte.

Nach der Flutkatastrophe im Dezember 2004 hatte das Klinikum Kassel beschlossen, den Wiederaufbau zu unterstützen, wobei vorrangig an ein medizinisches Projekt gedacht war. Mit den Spenden von Beschäftigten der Gesundheit Nordhessen Holding AG konnten insgesamt 12.500 Euro an den Main-Kinzig-Kreis überwiesen werden. Dessen ehemaliger Landrat Karl Eyerkaufer hatte sich vor Ort ein Bild von der Lage nach dem Tsunami gemacht und begleitete mehrere Projekte mit großem persönlichen Einsatz. Als er von der weggespülten Geburtsklinik berichtete, war für Klinikum-Geschäftsführer Wolfgang Schwarz schnell klar, mit dem Geld aus Kassel deren Wiederaufbau weiter im Landesinneren zu unterstützen.

Die Maradana-Klinik ist vorwiegend für die Geburtsbegleitung sowie die Versorgung von Schwangeren und Müttern mit Kleinkindern gedacht. Die überwiegende Zahl der Geburten erfolgt zu Hause und wird vom Team begleitet. Risikoschwangerschaften werden im Vorfeld dem District Hospital zugewiesen. Zu den Aufgaben des 12-köpfigen Teams gehören auch die Behandlung von Kindern bis zum Schulalter einschließlich der Impfungen sowie die Betreuung von Ernährungs-Programmen. Etwa 7.000 Frauen wohnen im Einzugsgebiet der Klinik.

Die Maradana-Klinik ist täglich von 7 bis 17 Uhr geöffnet, aber auch nachts ist mindestens eine Person anwesend. In den ersten Tagen der Inbetriebnahme kamen durchschnittlich 84 Schwangere sowie 55 Kinder im Vorschulalter täglich zu Untersuchungen in die Klinik.

Die Eröffnung der neuen Klinik feierte die Bevölkerung mit einem großem Fest, bei der auch Landrat a.D. Eyerkaufer zugegen war. Eine große Tafel am neuen Gebäude nennt die Sponsoren, an erster Stelle das Klinikum Kassel. Geschäftsführer Schwarz zeigte sich sehr erfreut, dass dank der Zusammenarbeit mit dem Main-Kinzig-Kreis und dem großen Engagement des ehemaligen Landrats Eyerkaufer das gespendete Geld unbürokratisch der betroffenen Bevölkerung zugute kommen konnte.



 
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