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Chirurgische Disziplinen im Klinikum Kassel

Ambulantes Operationszentrum in Betrieb

Kassel. Das Klinikum Kassel hat ein neues Ambulantes Operationszentrum für mehrere chirurgische Disziplinen in Betrieb genommen. Die Patientinnen und Patienten können somit noch besser von den Vorteilen ambulanter Eingriffe profitieren und haben gleichzeitig die Sicherheit eines Krankenhauses der Maximalversorgung im Hintergrund.

Als „echten Gewinn für unsere Patienten“ bezeichnete Klinikum-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schwarz das Ambulante Operationszentrum, in welches das größte kommunale Krankenhaus Hessens rund eine Million Euro investierte. Für ambulante Eingriffe stehen jetzt im Chirurgischen Zentrum (Haus 1) zwei Säle (bisher einer) mit hochmoderner, neuer Ausstattung zur Verfügung, so dass das Angebotsspektrum bereits erweitert werden konnte und noch weiter ausgebaut werden soll. Das Zentrum steht nach den Worten des Geschäftsführers künftig auch niedergelassenen Chirurgen zur Verfügung, um die Kooperation zwischen stationärer und ambulanter Versorgung weiter auszubauen.

Viel Platz und viel Licht empfängt die Patienten in dem neuen Zentrum. Helle Farben sorgen für ein freundliches Ambiente. Im Wartebereich gibt es einen eigenen Bereich für Kinder. Nach dem Eingriff kommen die Patienten zunächst in den Überwachungsraum. Ist keine Überwachung mehr notwendig oder haben die Patienten nur eine örtliche Betäubung erhalten, können sie sich in den beiden Ruheräume – einer für Erwachsene, einer für Kinder – so lange ausruhen, wie sie möchten. Selbstverständlich sind auch dort Ruftasten vorhanden, so dass bei Bedarf schnell eine Pflegekraft oder ein Arzt zur Stelle ist.

60 bis 70 Operationen erfolgen bisher pro Woche im Ambulanten Operationszentrum, das derzeit von drei Kliniken des Klinikums genutzt wird, koordiniert vom zentralen OP-Management (Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Direktor Prof. Dr. Michael Tryba).

Die Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie (Direktor Dr. Manfred Raible) ist täglich vertreten. So führt die Handchirurgie unter Leitung von Dr. Horst Haferkamp sämtliche Eingriffe dort aus. Diese betreffen schwere Verletzungen mit Knochen-, Gefäß-, Nerven- und Sehnenverletzungen, Nervenkompressionssyndrome (beispielsweise Karpaltunnelsyndrom, Ulnarisrinnensyndrom) sowie Verschleißerscheinungen der Handgelenke, Handwurzel und Fingergelenke (einschließlich prothetischem Ersatz). Im Rahmen der Unfallchirurgie erfolgen zum Beispiel Metallentfernungen an kleinen Knochen, Knie- und Schulterarthroskopien, Korrektur-Operationen am Fuß oder es werden Bandverletzungen bei kleinen Gelenken behandelt.

Kinderurologin Dr. Charlotta Persson de Geeter führt alle ambulanten Eingriffe bei ihren kleinen Patienten jetzt im neuen Zentrum aus, dabei geht es häufig um Leistenbrüche, Wasserbrüche, Hodenhochstand sowie Phimose (Vorhautverengung) und diagnostische Eingriffe ( Blasenspiegelungen bei Kindern). Die Klinik für Urologie (Direktor Prof. Dr. Peter Albers) nimmt dort außerdem neuerdings Eingriffe am äußeren Genitalbereich vor, beispielsweise bei entzündlichen Phimosen, Wasserbrüchen oder Krampfadern an den Hoden.

Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie (Direktor Prof. Dr. Jürgen Faß) nutzt das Ambulante Operationszentrum unter anderem für das Einsetzen von Portkathetern (z.B. für Chemotherapie oder parenterale Ernährung), von denen jährlich rund 300 ambulant implantiert werden. Künftig sollen außerdem bei Patienten, bei denen es aus medizinischer Sicht möglich ist und die dies wünschen, Eingriffe wegen Leisten-, Schenkel- und Nabelbrüchen ambulant erfolgen, außerdem diagnostische Bauchspiegelungen beispielsweise beim Verdacht auf Blinddarmentzündungen, unkomplizierte proktologische Operationen und Eingriffe der so genannten „kleinen Chirurgie" (Entfernung von Lymphknoten, Grützbeuteln, kleineren Tumoren etc.).



 
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