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Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen im Klinikum Kassel

Mobile Patienten trotz ständiger Herzüberwachung

Kassel. Mobile Überwachungsgeräte für Patienten mit Herzerkrankungen sind seit kurzen auf zwei Stationen der Medizinischen Klinik II im Klinikum (Kardiologie) im Einsatz. Sie erhöhen die Sicherheit für die Patientinnen und Patienten und gleichzeitig deren Bewegungsfreiheit, da sie sich trotz Überwachung auf Station bewegen können, erläutert Prof. Dr. Jörg Neuzner, Direktor der Medizinischen Klinik II.

Bisher konnten Patienten, die nach Eingriffen an den Herzkrankgefäßen oder wegen Herzrhythmusstörungen eine dauerhafte Überwachung mittels EKG (Elektrokardiogramm) benötigten, das Bett nicht verlassen bzw. musste das Pflegepersonal zu diesem Zweck die Kabel entfernen und anschließend wieder anbringen. Jetzt können sie sich mit dem so genannten „Teleguard“, der die Größe einer Fernbedienung hat, beliebig auf Station bewegen.

Der Alarm, den das Gerät auslöst, kam außerdem bislang nur am zentralen Monitor im Stationsstützpunkt an. Mit der neuen Ausstattung läuft der Alarm zusätzlich auf einem mobilen Empfangsgerät auf, das eine Schwester oder ein Pfleger der Station ständig bei sich trägt. Somit ist eine größtmögliche Sicherheit für die Patienten gegeben.

Die insgesamt 20 Geräte sind nach den Worten von Prof. Neuzner programmierbar und können zwischen Störungen höherer und geringerer Gefährlichkeit unterscheiden. Am akustischen Signal kann das Pflegepersonal erkennen, wie intensiv die Störung ist.

Außerdem stehen jetzt direkt auf zwei Stationen der Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen halbautomatische Defibrillatoren der jüngsten Generation zur Verfügung. Defibrillatoren beenden mit gezielten Stromstößen Herzrhythmusstörungen und helfen, den plötzlichen Herztod zu verhindern. Dabei zählt jede Minute: Wird ein Patient innerhalb der ersten Minute mit einem Elektroschock behandelt, besteht eine Überlebenschance von über 90 Prozent. Danach sinkt die Wahrscheinlichkeit um etwa 10 Prozent pro Minute.

 
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