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Zielplanung Klinikum Kassel

Aufsichtsrat steht hinter Neubau-Projekt

Kassel, 28.07.2006. Für die Realisierung der Zielplanung am Klinikum Kassel hat der Aufsichtsrat der Gesundheit Nordhessen Holding AG heute das weitere Vorgehen bestätigt. Danach sollen bis Ende September die erforderlichen Bau-Unterlagen erstellt werden und im vierten Quartal der Beschluss über die Umsetzung erfolgen, teilten der Aufsichtsratsvorsitzende, Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen, und der Vorstandsvorsitzende der Gesundheit Nordhessen Holding AG, Dr. Gerhard M. Sontheimer, mit.

Vorgesehen ist der Bau eines neuen Zentralgebäudes im Bereich des heutigen Hubschrauberlandeplatzes, in dem künftig Aufnahme und Diagnostik für alle Kliniken des Klinikum Kassel gebündelt werden. Die neue Kinder- und Frauenklinik soll am heutigen Standort der Kinderklinik integriert werden. Durch die bauliche Zentralisierung werden effizientere Arbeitsabläufe sowie die Umsetzung neuer medizinischer Konzepte ermöglicht. Der Aufsichtsrat hatte sich Ende April mit sehr großer Mehrheit für die Zielplanung mit integrierter Frauen- und Kinderklinik ausgesprochen. Zu klären waren noch Fragen zur Finanzierung.

Bei zwei Gesprächen mit Hessens Sozialministerium Silke Lautenschläger konnten Oberbürgermeister Hilgen und Vorstandsvorsitzender Dr. Sontheimer inzwischen erreichen, dass die zugesagten Fördermittel um drei auf 74 Millionen Euro aufgestockt werden. Die Verhandlungen haben außerdem ergeben, dass Projekt in zwei Bauabschnitte zu teilen. Der erste umfasst Zentralgebäude, verbindende Magistrale sowie Frauen- und Kinderklinik (rund 120 Millionen Euro), der zweite das Empfangsgebäude mit Hubschrauberlandeplatz und Umbauten in bestehenden Gebäuden (rund 34 Millionen Euro). Das Sozialministerium hat eingewilligt, die Fördermittel in Höhe von 74 Millionen Euro nur auf den ersten Bauabschnitt anzurechnen, so dass für den zweiten Abschnitt die Option auf weitere Fördermittel besteht, die aber frühestens 2010 zur Verfügung stehen könnten.

Zur Finanzierung des Bauvorhabens liegen verbindliche Angebote von Banken vor. Sie stehen unter dem Vorbehalt, dass mit den Tarifvertragsparteien ein besonderer Tarifvertrag zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit vereinbart wird. Diese Gegenfinanzierung durch Beiträge der Arbeitnehmer ist derzeit noch offen. Es gab in den vergangenen Wochen dazu aber mehrere Gespräche. Ein von ver.di beauftragter unabhängiger Wirtschaftsprüfer hat die Plausibilität der vom Vorstand vorgelegten Berechnungen bestätigt. Die Sondierungskommission der Gewerkschaft ver.di hat ihren zuständigen Gremien empfohlen, unter bestimmten Voraussetzungen Tarifverhandlungen aufzunehmen. Dazu zählt zum Beispiel die Sicherstellung der öffentlichen Trägerschaft für die Laufzeit des Vertrages. Der Marburger Bund will in Abhängigkeit von einem noch zu erzielenden Tarifabschluss mit der VKA erst später über die Aufnahme von Verhandlungen entscheiden.

Bei der Überarbeitung der Raum- und Funktionsplanung wird derzeit geprüft, ob es Sinn macht, Zentralgebäude, Magistrale und Kinder- und Frauenklinik ein Geschoss niedriger zu bauen. Es könnten dennoch die vorgesehenen 1024 Planbetten sowie alle Ambulanz- und Funktionsbereiche untergebracht werden. Dadurch würden sich zwar Einsparungen ergeben, die aber teilweise durch erforderlichen Mehraufwand für Umbauten im Chirurgischen Zentrum kompensiert würden. Außerdem gibt es von Seiten der Nutzer noch einige zusätzliche Wünsche, deren Realisierbarkeit geprüft werden muss.

Das weitere Vorgehen sieht wie folgt aus: Bis Ende September wird die Haushaltsunterlage Bau (HU Bau) erstellt, die für den offiziellen Fördermittel-Bescheid erforderlich ist. Im vierten Quartal, wenn die Verträge zur Finanzierung und Gegenfinanzierung sowie der Fördermittelbescheid vorliegen, soll der endgültige Beschluss über die Umsetzung erfolgen.

 
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